Auilulandschaften: Das Ufer bei Aongo
O.
Neuntes Capitel.
Die letzten Tage in Mtschakila.
Mord! Ein wunderbarer Tropenhimmel wölbt sich über uns. Bon dem „Nordischen" winkt einer den: andern freundlich zu. „Ein alter Bekannter!" Wahrhaftig der Bär! Dann machen wir uns klar, daß das ja ganz in der Ordnung ist, aber es freut immer, in das Angesicht alter guter Genossen der Heimat sehen zu können. Es ist ein kalter trockener Abend, es ist die Stunde na: die Abendmahlzeit, und wir plaudern von der unbedingten Kulturfremdheit meiner Badinga. Dann spricht man von anderen Beobachtungen; den Arbeiten des Tages; von dem Verlauf der Packereien; von dem nächsten Steamer, der von Dima kommen muß; von der Aussicht auf weiteren Regen; von baldiger Trennung und dergleichen.
„Notabene: meine große Klucke hat heute neun Küchlein, es sind die ersten, hören Sie?" sagt Mignon. Tatsächlich hört man es piepen. Es piepst über den weiten StationsPlatz hin. Man sieht im Geiste Heinrich Seidels eine keimende Hühnerlegion. Dann wundert sich Mignon, daß neben dem Piepsen der Kleinen