Unsere Rotscbwänze: Leben auf der Stange.
?lci)teö Capitel.
StatLonsleben.
Die letzte wesentliche Reise ist geschafft; heil und gesund sind wir am 19. April vom Kantscha zurückgekehrt und ruhen aus. Die körperlich schwierige Arbeit am Knilu ist abgeschlossen, nun kommt noch die letzte Zeit der geistigen Kleinarbeit. Hier fehlt noch einiges in den Aufzeichnungen, dort eine Bezeichnung, und vor allem: es fehlen die Photographien. Man sagt, die Regenzeit habe ihr Ende erreicht, es soll uns nur noch der ungestörte Sonnenschein einer Trockenzeit leuchten; da kann das im Feuchten sehr erschwerte Photographische Aufnehmen nachgeholt werden. So hoffte ich wenigstens. Dann mag noch die eine oder die andere Arbeit folgen. Vor allem trete ich jetzt in die Periode des Packens, und um die Mitte des Mai werde ich dann mit der „Marie" „heimtanzen". Diese letzte Zeit nun wird wenig Aufregung bringen, so schrieb ich wenigstens damals in mein Tagebuch, und es soll das beschauliche Stationsleben und die Stationsarbeit beginnen. Schreiber dieses sitzt am 5. Mai an seinem aus alten Kistendeckeln gezimmerten Schreibtisch und blickt in die Trockenzeit hinaus, die durch einen schon seit sechzehn Stunden mit ganz kleinen Unterbrechungen anhaltenden Landregen gut charakterisiert wird. An Packen ist gar nicht zu denken, denn das muß im Freien geschehen, und meine Sammlungen müssen im Trockenen verpackt sein, wenn nur einigermaßen die Hoffnung berechtigt sein soll, daß sie leidlich heil daheim ankommen. Der Schreiber beschließt, diese Zeit auszunützen, um Bilder desMitschakilalebens aufzuzeichnen, wie sie, eilig auf lockere Zettel gebracht, das Leben gut und anschaulich schildern mögen, das ja solche Augenblicksskizzen am lebendigsten wiedergeben. Das ist der Inhalt dieses, das soll der Inhalt des nächsten Kapitels sein.
Unser Haus. Unsere Wohnstätte ist ein Haus aus Holz, Stroh und Lehm. Das Dach hängt tief herab, tiefer als mir lieb ist, denn es dringt an trüben Tagen wenig Licht zu meinem Arbeitstisch. Es sind zwei Zimmer, das vordere