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Im Schatten des Kongostaates : Bericht über den Verlauf der ersten Reisen des D.I.A.F.E. von 1904-1906, über deren Forschungen und Beobachtungen auf geographischem und kolonialwirtschaftlichem Gebiet ; mit 8 Kartenbl., 33 Taf. u. ca. 318 Ill. u. Geländedarst. i. T. / hrsg. und bearb. von Leo Frobenius, Chef der Deutschen Inner-Afrikanischen Forschungs-Expedition
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wilder vom Kongo: Ker Strom zwischen Lomina und INatadi.

Erstes Capitel.

Die Ausfahrt.

D. I. A. F. E. heißt: Deutsche Inner-Afrikanische ForschungsExpedition. Ich habe zu erklären, was das heißt, und muß dabei ziemlich weit zurückgreifen; wir werden überhaupt in diesem ersten Abschnitte recht historisch sein müssen. Gilt es doch, das Alte mit dem Jungen, vergangene Forschungsgeschichte mit gegenwärtiger Forschungsarbeit zu verbinden und so die Vorläufer hoffentlich noch größerer zukünftiger Unternehmungen zu einem Gesamtbilde zu vereinigen.

Wir zogen hinaus in das Kongo-Kassaigebiet, und das war der Boden alter deutscher Forschung. In den siebziger und bis in die Mitte der achtziger Jahre haben deutsche wissenschaftliche Gesellschaften Expeditionen nach Afrika gesandt, deren Aufgabe es war, das Land zu eröffnen und die Art des Landes zu er­kunden. Eine wesentliche Region solcher Unternehmungen stellte das Kongo- Kassaigebiet dar. Seitdem die portugiesische Kolonialarbeit sich auf die An­golaküste zurückgezogen hatte, waren die Verbindungen nach dein Jnlande für die Europäer so gut wie abgeschnitten. Wir haben nie gehört, wie weit ins

Frobenius, Kongo.

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