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daß diese Gebiete von der polnischen kirchlichen Oberhoheit völlig abgetrennt und zu einem deutschen Erzbistum mit dem Sitze in Kowno oder Wilna zusammengefaßt werden.
Wenn weiter eine zielbewußte deutsche Schul- und Sprachenpolitik getrieben wird, wie sie für ein erobertes Land Wohl selbstredend ist, und eine umfangreiche Durchsetzung des Landes mit deutschen Siedlern stattfindet, dürfte für das Volkstum der deutschen katholischen Ansiedler keinerlei Gefahr bestehen, die Eindeutschung der Litauer vielmehr in gar nicht ferner Zeit mit Sicherheit zu erwarten sein.
Es ergäbe sich dann Wohl von selbst, daß auch die östlichen Teile von Wilna den deutschen Katholiken vorbehalten würden, so daß wir ein zusammenhängendes katholisches Siedlungsgebiet von etwa 100 000 ykm erhielten, d. h. in der u n g e f äh r e n Größevon Bayern, Württemberg und Baden!
Auch hinsichtlich der Gewinnung von Siedlungsland liegen in den einzelnen Teilen des Neulandes die Siedlungsverhältnisse verschiedenartig.
Während in den von Russen (Groß-, Weiß- und Kleinrussen) bewohnten Gebieten Wohl mit einer weitgehenden Aussiedlung der selbständigen bäuerlichen Bevölkerung, von der noch eingehend die Rede sein wird, gerechnet werden darf und muß, kommt eine solche für die Gebiete der Litauer, Letten und Esten nicht in Betracht. Hier wird es sich daher mehr um „Zwischensiedlung" handeln mit der allerdings bedauerlichen Folgewirkung, daß in Zukunft die Blutmischung vom Rassenstandpunkte aus weniger günstig sein wird als in den auszusiedelnden Gebieten.
Da die Aussiedlung mit der ihr folgenden Rücksiedlung der Deutsch-Russen, also die Austauschsiedlung, am schnellsten vor sich gehen und zwar Hand in Hand gehen muß, werden die einzelnen Gebiete ferner hinsichtlich des Zeitpunktes der Hauptbesiedlungstätigkeit verschieden zu behandeln sein. Die Austauschsiedlungsgebiete sind demnach zu allererst und mit voller Kraft in Angriff zu nehmen.
Ein weiterer Unterschied dürfte sich bei der Grö ß e n b e m e s s u n g der Stellen in den Austau schsiedlungs- und Zwischen- siedlungsgebieten ergeben. In den ersteren wird reichlich Siedlungsland zur Verfügung stehen, auch kommen dafür Siedler in Betracht, die an weite Flächen und extensiven Betrieb gewöhnt sind, so daß hierfür ein größerer Stellendurch- schnitt (etwa 26—30 Im für die selbständige Kleinstelle, die bei uns etwa 16 da groß ist) zu wählen sein wird als in den Zwischensiedlungsgebieten.