Ein größeres Indien
„Orsstor Inäia" — indische Expansion, ein stolzes Ziel des britischen Imperialismus, welches kein leeres Wort geblieben, sondem längst zur Wirklichkeit geworden ist.
Nicht zufrieden mit seinem sicheren Besitze des engeren Indischen Reiches, dessen unermeßlichen Bodenschätzen und Hunderten von Millionen fleißiger Untertanen, strebte Britanniens unersättliche Habsucht nach mehr, nach dem Besitz weiterer Länder und Schätze. Aber nicht die Tmppen und Geldmittel des Heimatlandes sollten zu deren Eroberung aufs Spiel gesetzt werden — Indien war ja schon reich und groß genug, um selbst die Lasten einer Ausdehnung zu tragen.
Im Unterschied zu der bereits zuvor ausführlich betrachteten Absicht der britischen Politik, zur Sicherung ihres Besitzes alle Zufahrtstraßen zu Lande und zur See in ihre Gewalt zu bringen, ist das Ziel der indischen Expansionsbestrebungen zunächst eine territoriale Vergrößerung desAnglo- Jndischen Reiches nach allen Seiten hin, und sodann insbesondere der Erwerb und die Angliederung aller nicht zu entlegenen Länder Südasiens, 168