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Bd. 2 (1912) Grundlegende Urkunden in wörtlicher Wiedergabe und Karten
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25. Vertrag

betreffend Schürfen und Bergbau im Lüderitzbuclitcr Diamantengebiet.

Zwischen

1. dem Staatssekretär des Reichskolonialamts, handelnd auch für die vom Gouvernement belegten Schürffelder,

2 . der Deutschen Kolonial-Gesellschaft für Südwestafrika,

3. der Deutschen Diamanten-Gesellschaft m. b. H.,

4. den Herren: a) Rechtsanwalt Dr. Reinshagen,

b) Henning,

c) G. F. Schmidt,

d) Weiss,

ad a bis d als Bevollmächtigte der Diamant-Schiirf- und Minen-Gcscll- schaft Colmanskop m. b. H der Colmanskop Diamond Mines Ltd., der Ge­sellschaften Anichab, Victoria, Germania, Grillenthal, Nautilus, Phönix, Kubub, Elisabethbucht, Swakopmund, Meteor, Windhuk, Pomona. Hamonia, Karlsthal, Angras juntas, Keetmanshoop, Weiss de Meillon & Co., der Herren Ziller und Metje, laut unter dem 13. März 1909 telegraphisch mitgeteilter Vollmacht, sowie Südwest. Quitzow, Diamantengesellschaft Blank, Namaqua- Schiirfgesellschaft, Südstern, Danziger. Kappelhoff. Worms, laut unter dem 25 . März 1909 telegraphisch mitgeteilter Vollmacht,

e) G. F. Schmidt ausserdem handelnd in eigenem Namen, ist vereinbart worden, was folgt:

§ 1 .

Im Bereiche des durch die Verfügung des Reichskolonialamts vom 22 . September 190S der Deutschen Kolonial-Gesellschaft für Siidw estafrika zur ausschliesslichen Aufsuchung und Gewinnung von Mineralien vorbehalte­nen Gebietes wird denjenigen Vertragschliessenden, die in dem genannten Gebiete vor dem 1. April 1909 auf Grund innerhalb rechtsgültiger Schürf­felder festgestellter Diamantenfunde die Erteilung von Bergbauieldern in ord- nungsmässiger Weise beantragt haben, unbeschadet der sonst geltenden gesetzlichen Vorschriften über die Grösse der Diamanten-Bergbaufelder, zu­gestanden, dass sich jedes Bergbaufeld der fraglichen Art über die gesamte, 314 Hektar umfassende Schürfkreisfläche der früheren Sclniribestimmungen der Deutschen Kolonial-Gesellschaft für Südwestafrika erstrecken soll. Dieses Zugeständnis bezieht sich jedoch nur auf solche Schürfrechte, die für die Schiirfscheine vor dem 22 . September 190S ausgestellt worden sind.