Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1912) Grundlegende Urkunden in wörtlicher Wiedergabe und Karten
Entstehung
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VII. 52.

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52. Entwurf der Gesellschaft zu einem Vertrage über die endgültige Regelung der Berggerechtsame und sonstiger zwischen Gesellschaft und Regierung schwebender Besitzfragen.*)

Zwischen

1. dem Reiciis-Kolonialamt,

2. der Deutschen Kolonial-üesellschait für Siidwest-Airika, Berlin, nachstehend Kolonialgesellschaft genannt,

3. der Deutschen Diamanten-Gesellschaft m. b. H., Berlin, nach­stehend Diamantengesellschaft genannt,

wird folgender Vertrag geschlossen:

Die Kolonialgesellschaft hat in verschiedenen Teilen des südwestairika- nischen Schutzgebiets, und zwar nicht auf Grund einer ihr staatlich erteilten Konzession, sondern auf Grund anderweitiger, gültiger Rechtstitel, die regierungsseitig als rechtsbeständig anerkannt sind, Landeigentum und Bergrechte erworben.

Unter diesen Erwerbstiteln und Anerkennungsakten kommen für das Gebiet vom 26. Grad südlicher Breite bis zum Kuiseb die nachstehenden in Betracht:

I. Der Kaufvertrag mit dem Häuptling Riet Haibib der Topnaars vom 19. August 1884 und die Nachtragserklärung dazu vom gleichen Tage.

II. Die Verhandlung vor dem Kaiserlich Deutschen Generalkonsul Dr. Nachtigal vom 23. November 1884.

III. Die Erklärung des Piet Haibib und seiner Ratsherren vom 26. November 1884.

IV. Das Ausschluss-Urteil des Kaiserlichen Gerichts zu Windhuk vom 2. Oktober 1895.

V. Das Ausschluss-Urteil der Kaiserlichen Bergbehörde, datiert Otjim- bingwe, den 24. Januar 1899.

VI. Die Kaiserliche Bergverordnung vom 25. März 1888.

VII. Die Kaiserliche Bergverordnung vom 15. August 1889 (§§ 48, 54, 55).

VIII. Der Landesaustausch- und Grenzberichtigungsvertrag zwischen dem Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika und der Kolonial­gesellschaft vom 7. Mai 1895.

IX. Der Vertrag zwischen dem Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika und der Kolonialgesellschaft über die Abgrenzung der Bergwerks­gerechtsame der letzteren vom 14. Juni22.August 1901.