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Schantung und seine Eingangspforte Kiautschou : mit 3 grossen Karten ausser Text (1 topographische und 1 geologische Karte der Provinz Schantung, 1Karte des nordöstlichen China), 3 kleinen Karten im Text und 9 Lichtdrucktafeln / von Ferdinand von Richthofen
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FÜNFTES KAPITEL.

Von Tsinanfu nach Tsehifu.

Eine grosse, viel benutzte Landstrasse führt von Tsinanfu nach Osten, um sich dann nach verschiedenen Richtungen zu verzweigen. Ich bin wenig von ihr abgeschweift und vermag nur einen bescheidenen Bericht über Beobachtungen an der Haupt­linie und in deren nächster Umgebung zu geben. Ich hatte zwar versucht, zum Zweck freierer Bewegung Reitthiere in Tsinanfu zu miethen, konnte aber keine für die ganze Strecke bis Tsehifu erhalten und war daher wieder auf das unbeholfene Mittel der Karren angewiesen. Unsere Fuhrleute von Wangkiaying erboten sich gern, uns weiter zu befördern.

Wir verliessen Tsinanfu am 11. April. Bis zum letzten Augenblick Hessen die Missionare in ihrer Liebenswürdigkeit nicht nach, und Pater de Marchi gab uns noch das Geleit für einen Theil des Weges. Die Strasse führt ganz und gar auf der Löss­terrasse, die auch weiterhin den langen Ausläufern des sich nach Norden abdachenden Li-Gebirges vorliegt und sie von der Ebene trennt. Es erheben sich daraus noch einige isolirte, scharf ab­gesetzte Hügel, ähnlich denen bei Lököu und aus demselben Hypersthengestein bestehend. Sie sind im Allgemeinen kegel­förmig, aber bald oben gerundet, bald abgestumpft. Im letzteren Fall gewähren sie den Anblick von Vulkanen. Auffallend ist es, dass diese Hügel oft Baumwuchs tragen, als ob sie geheiligte Stätten wären. Zwischen ihnen und dem Rand des zusammen-