Anlage 6.
Auszugsweise Abschrift zu /V. IV. 1077. 15.
Durch das hiesige deutsche Vizekonsulat aufgefordert, zu der protokollarischen Vernehmung des Pflanzers Schleinitz vorn 18. Dezember v. I. Stellung zu nehmen, gebe ick folgende Erklärungen ab:
Da Lome in den ersten Tagen eine nur kleine englische Besatzung hatte und die Polizei gänzlich fehlte, sind viele Diebsiähle und Sachbeschädigungen vorgekommen, diese rühren ausschließlich von den Eingeborenen her. Daß anch die eingeborenen englischen Soldaten manches mitgehen hießen, war selbstverständlich.
Der Fall mit dem Eigentum des Pros. Dr. Zupitza ereignete sich wie folgt:
»Der englische Arzt Dr. Dekanen hatte aus ehemaliger Freundschaft die Sorge über das Privateigentum des Professors Dr. Zupitza übernommen. Beide hatten hierüber eine Aussprache auf dem englischen Dampfer »Obrmsi«. Dr. Detunevr bat mich, ihm. beim Ordnen der Sachen behilflich zu sein. Unter dem Eigentum befand sich das erwähnte Teegeschirr, .das wir persönlich im Magazin sorgsam aufbewahrt hatten. Professor Dr. Zupitza sprach später die Bitte aus, sein sämtliches Eigentum zum Dampfer zu schaffen. Dr. Detunerv und ich begaben uns nun in das Magazin, und zu unserem großen Erstaunen fehlte das Teegeschirr. Dr. Dstaiierv war hierüber sehr aufgebracht und äußerte: »Ich kann mir wohl denken, wo das Teegeschirr steckt/ Sie wissen ja, daß es überall »Schweinehunde« gibt. Gottlob! haben wir schon einige entdeckt, diese sind jedoch entlassen und von Lome entfernt.«
Vorstehende Angaben nehme ich auf meinen Diensteid.
Las Palmas, den 26. Februar 1915.
(D. 8.) gez. V0N PvdewilS,
Gouvernementssekretär.