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Erhebungen unterbrochenen, langsam ansteigenden Ebene kann man, abgesehen von den bereits bebauten Teilen, sicher auf 10000 ha schätzen.
Was nun den noch nicht erwähnten Teil der Südseite Upolus betrifft, welche, wie schon gesagt, vor der Nordseite den Vorzug grösserer Feuchtigkeit und intensiverer Luftbewegung hat, so kommt nächst der durch den südlichen Ausläufer des Kammes begrenzten westlichsten fruchtbaren Fläche um Falelatai mit 1000 bis 1500 ha Kulturland, hauptsächlich das grosse, 2 bis 5 km tief ins Land reichende, annähernd 12 km lange Gebiet um Lefanga und Safata von etwa 4000 ha und das terrassenförmig ansteigende, von vielen und starken Flüsschen durchzogene Gebiet um Falealili in Betracht, das voraussichtlich auch in höheren Lagen noch für Kulturen recht geeignet ist und je nachdem wohl 3000 bis 6 000 ha nutzbares Gelände mit zum Teil sehr günstigen Bodenverhältnissen aufweist, das für Kaffee-, Zimmet-, Tliee- und Kakaoplantagen besonders geeignet sein durfte.
Die hier angeführten Zahlen können natürlich nur als sehr oberflächliche Schätzungen gelten, und sie sind von relativer Bedeutung. In ihrer Summe ergeben sie ein Areal von rund 2,5 qkm zweifellos geeigneten Kulturlandes. Dabei ist jedoch auf die schon von den Eingeborenen verwerteten Länder keine Kücksicht genommen.
Savaii.
Weit schwieriger noch ist eine Schätzung der nutzbaren Flächen auf Savaii. Hier dürfte vor allem die Ostseite für Kulturen zu empfehlen sein und auch unter Umständen besondere Vorzüge haben. Allerdings sind die Wasserverhältnisse im allgemeinen noch ungünstiger als auf Upolu. Regelmässig laufende Flüsse und Bäche fehlen hier fast ganz; und der nordwestliche Teil der Insel leidet viel empfindlicher unter Regenmangel als der Upolus. Dafür dürften neben den im Osten und Norden nicht fehlenden Kiisten- ebenen hier besonders höhere Lagen günstiges Kulturland bieten, das jedoch in den meisten Fällen schwer oder doch nur auf grösseren Umwegen gut zugänglich ist. Die Bodenverhältnisse sind meist gerade in den höheren Regionen vorzüglich. Einige dieser Hochebenen, wenn man diese Bezeichnung anwenden will, die Upolu nur in geringem Umfange, z. B. am Tofua unterhalb des Lanuto’o, nördlich vom Apiaberge, und auf dem schon angedeuteten Kammgebiete zwischen dem Maunga lia moe und dem Le pua in 500 bis 700 m Höhe besitzt, sind auf Savaii zum Teil recht bedeutend, wenn sie auch durch steile Erhebungen unterbrochen sind. Die grösste Ausdehnung erlangen sie zwischen den beiden nördlichen Höhenzügen zwischen dem Maungaloa und dem Toiavea in einer Höhe von etwa 1200 m.
Reinecke, Samoa. 18