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stark vermehrt haben. Die Samoaner sind eifrige Schweinejäger und benutzen dabei mit gutem Erfolg ihre Hunde, die ausnahmslos, welcher Rassenmischung sie auch entstammen mögen, sich ausgezeichnet dazu eignen. Die Schweine werden von ihnen gestellt und von den Jägern möglichst lebend gefangen, gebunden und an die Küste gebracht, wo sie dann, von Steinwällen eingeschlossen, gehalten werden. Die Tiere haben ein Gewicht von 20 bis 80 Kgr. Wenn sie auf der Waldjagd von den Hunden gestellt sind, werfen sich die Jäger auf sie und drücken sie zu Boden.
Geflügelzucht wird verschiedentlich mit gutem Erfolge betrieben. Besonders gut gedeihen Hühner, während Wassergeflügel und Puten bisher sich nicht recht bewährt haben: Für Gänse und
Enten fehlen Süsswasserteiche; Puten erweisen sich als ziemlich empfindlich gegen das Klima, sind doch aber mehrfach recht gut aufgek 0 mmen. Höhere Lagen werden ihnen wahrscheinlich Zusagen.
Landcsprodukte.
Man darf im allgemeinen annehmen, dass alle tropischen Kulturpflanzen, soweit sie nicht an ganz besondere Lebensbedingungen gebunden sind, auf Samoa gut gedeihen und gute Erträge liefern. Oocospalmen, Baumwolle, Kaffee, Kakao, Bananen und Ananas haben sich bereits vollauf bewährt und nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ hervorragende Ernten gegeben; das Gleiche kann von allen Gewürzpflanzen vorausgesetzt werden. Ing- ver ( Zingiber officinalis) ist auf den Inseln verwildert. Muskat, nussarten gehören zur einheimischen Flora und bieten sichere Gewähr für das Gedeihen der echten (Myristica Moshata und fragrans)- deren Kultur auch heut noch ein Monopol Hollands, hauptsächlich für die Molukken und Java geblieben ist, da anderweitige Versuche, z. B. in Brasilien und Indien, an den klimatischen und Bodenverhältnissen scheiterten und durch Krankheit, wie 1860 in Hinterindien, vereitelt wurden. Die liasel- bis wallnussgrossen Samen der auf Samoa heimischen Arten lassen sich vielleicht selbst schon, wie die amerikanischer Formen, verwerten, wenn ihnen auch das typische Aroma ziemlich ganz fehlt.
Dasselbe gilt für die Gewürznelken (Jambosa Cariophyllus), die zahlreiche aromatische Verwandte, besonders Eugenien, auf Samoa haben. Von einigen Eugenia-Arten, „seasea“ etc., sinddie Blütenknospen sehr aromatisch; ob diese direkt für den Handel zu verwenden sind ist die Frage, es ist wohl anzunehmen, dass ihr Gehalt an aromatischen Ölen sie dazu geeignet macht, jedenfalls lässt ihre Mannig-