55 km in Luftlinie messen; thatsächlich stellen diese infolge ihrer vielen Einbuchtungen viel grössere Entfernungen dar. Eine etwa 9 km breite Wasserstrasse trennt Savaii von dem steilen bis 150 m hohen Felseneiland Apolima, weiter südöstlich ragt das flach kegelförmige Manono aus seinem Riffgürtel empor, durch den es mit dem 1—2 km entfernten Upolu, der wichtigsten Insel des ganzen Archipels, verbunden ist. Upolu ist auch ca. 85 km lang aber höchstens 26 km breit; nach beiden Enden sich allmählich verschmälernd.
Entstehung.
Über die Entstehung der Inseln sind die Ansichten geteilt. Nach Darvin sind sie als Reste eines versunkenen Festlandes zu betrachten, die durch spätere Senkung und submarines Verschwinden der anderen Gebiete übrig geblieben sind. Das scheint aber durch die grossen Tiefen der Umgebung von 2000—4000 m sehr in Frage gestellt.
Eine andere neuerdings mehr und mehr verlassene Anschauung, die Hebungstheorie, möchte Samoa wie viele weitere’Landbildungen auf ein successives Emporwachsen der betreffenden Erdrinde zurückführen.
Jedenfalls sind die Inseln Produkte vulkanischer Thätigkeit, der sie sehr wahrscheinlich allein ihren Ursprung verdanken und der auch ihr ganzer Aufbau und zum mindesten ihre Oberfläche unverkennbar entspricht; ihre Entstehung ist, vermutlich von Osten nach Westen fortschreitend, vor sich gegangen. Nach der Samoa- mytlie entstand erst Manna, dann Savaii, Upolu und schliesslich Tutuila.
Sämtliche Inseln stellen riesige Basalttrümmer-, Lava- und Schlackenhaufen mit zahlreichen Kraterkegeln und Kesseln dar. Auf Savaii sind die Krater nicht lediglich auf ein Kammgebiet beschränkt, sondern sie ragen in Form abgeschnittener Kegel, als parasitische Krater schon über die Küstenausläufer des Centralstockes empor. Die jüngsten dieser Kamine erdinnerer Revolutionen haben auf Westsavaii noch deutliche Spuren ihrer letzten zerstörenden und aufbauenden Thätigkeit zurückgelassen. Ihr letzter noch erkennbarer Ausbruch soll, soweit man auf Zeitangaben der Samoaner und ersten Missionare unter ihnen vertrauen darf, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stattgefunden haben und scheint mit einer allgemeinen Hebung des Gebietes Hand in Hand gegangen zu sein. Das eigentliche Überschüttungsgebiet, von den
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