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Die Karolinen, Marianen und Palauinseln.
Beute des Tages. Mitunter steht sie still und greift mit ihren Scheren n
in den Sand hinein; das ist wohl ein kleiner Wurm, den sie zum Nachtisch ß
zwischen ihre beständig auf- und zuklappenden Kaufüße schiebt. Nun kommt ü
sie an mir vorüber; in einem Loche des alten Baumes zwischen Steinen n
und trockenem Laube verschwindet sie. Flohkrebse hüpfen und tanzen in n
Scharen um mich herum; auch sie treibt das steigende Wasser wie jene si
Landkrabbe vor sich her. Sie scheinen zu spielen, doch bei genauerem n
Zusehen erkenne ich, daß auch sie in dem Mulm ihre Beute suchen. Hier r:
liegt ein toter Wurm, auf dem sie in großer Schar tastend und fressend ä
herumspringen. Muntere Taschenkrebse laufen nach allen Richtungen u
umher, und mühselig genug schleppen einige Einsiedlerkrebse ihre ge- »s
stohlenen Häuser mit sich fort. Diese sind offenbar unglücklich daran; ihren Feinden entrinnen wie jene hurtigen Krabben können sie nicht, ^
noch viel weniger sich verteidigen wie die große Landkrabbe mit ihren u
mächtigen Scheren. Aber Not macht auch unter den Tieren erfinderisch. .^1
Bei dem geringsten Geräusch ziehen sie sich in ihre Schale zurück und 61
verschließen nun die Oeffnung des Gehäuses mit einer ihrer Scheren so ch
vollständig, daß nicht leicht ein Schnabel eines Vogels an ihren weichen n:
Leib zu kommen vermag; packt er aber doch ihre Schere, die vielleicht t^
etwas zu klein war, um sich ganz der Schalenöffnung anzupassen, dann m
läßt der Krebs den Arm rasch entschlossen fahren. Haben sie doch die si
beneidenswerte Eigenschaft, sich einen neuen, schöner als zuvor, wieder rs
ansetzen zu können. Wie mögt ihr Eremiten über den hülflosen Menschen w
lachen! — Immer näher heran kommt das Wasser und zwingt auch mich ch
zum Rückzüge. Nun kriechen die Einsiedlerkrebse, die offenbar auch auf su
dem Lande leben, an dem Baume empor und in die Spalten hinein, und 6l
mit ihnen zugleich ein Heer von kleinen und größeren Strandschnecken. .n
Das ist ein langweiliges Volk; apathisch und furchtsam tasten sie mit tu
ihren Fühlern sorgfältig vor sich her. Auch sie verlieren sich in den m
Löchern zwischen den Wurzeln des Baumes. Reiche Beute an verschiedenen m
Arten machte ich, als ich ihnen nachgrub, und in der größten Tiefe des ss
Baues fand ich eine ganze Familie einer solchen Strandschnecke (Ntz1awpu8), die in friedlichster Eintracht der zahlreichen Mitglieder einen großen m
Haufen ihrer kleinen, regellos zusammengehäuften Eier zu hüten schienen. .n
Körperliche Habitus der Eingeborenen von Nah.*)
Die Eingeborenen Japs stellen einen wohlgebauten Menschenschlag gr
dar. Die Männer sind das schönere Geschlecht, weil ihre Gesichtszüge sg
ausdrucksvoller, nicht so verschwommen erscheinen, wie die der meisten m
Weiber. Der Schönheit dieses wird für unseren Geschmack auch dadurch ch-
*) Pros. vr. G. Volkens: „Ueber die Karolineninsel Aap", Verh. der rsi
Ges. für Erdt. 1901. S. 70.