268 Die Karolinen, Marionen und Palauinseln.
das Land mehr oder weniger plötzlich aufsteigt, entweder zu einer einzelnen , nsn Plateaustufe oder zu einem Hügelgelände, das in der aus drei Bergen ! nsg bestehenden Burrä-Kette ungefähr in der Mitte der Insel seine höchsten, ! ,nst 250—300 w hohen Erhebungen findet. Wo der Küstenstreifen bis weit tisa
hinein eben ist, zeigt sich meist keine Mangrove vorgelagert; ein flacher nch
Sandstrand breitet sich hier aus, die Decke bildend für festgefügten nsh
Korallenkalk. Nie hebt sich dieser, wie allenthalben auf den Palaus und 6nu
vornehmlich auch auf den Marionen der Fall ist, zu bedeutenderen nsr
Höhen.
Bodengestalt der Marionen.*)
Die südlichen Inseln des Archipels sind die niedrigsten, über ihrem mn
ebenen, hügeligen Boden erheben sich nur hier und da einzelne kleine snis
Berge; dagegen sind die nördlichen bergig, wenn auch die Höhe der nä
Gipfel nicht bedeutend ist, die höchsten erreichen kaum 800 m Höhe sßc
Das Gestein ist in den südlichen Inseln überwiegend Madreporenkalkstein ms
der über dem Meeresspiegel erhoben ist; dazwischen finden sich, besonders in Guahan, vulkanische Gesteine, welche die Erhebung des Kalksteins sni
erklären. Die nördlichen Inseln sind dagegen ganz von vulkanischer rsch
Bildung; es fehlt ihnen auch nicht an thätigen Vulkanen, und Erdbeben nsä
sind nicht selten und richten zu Zeiten starke Verheerungen an. Die si<T
Küsten der südlichen Inseln sind mehr oder weniger von Küstenriffen nssi
umgeben, die der nördlichen dagegen frei davon, Häfen nur selten. Alle sllL
Inseln sind größtenteils dicht bewaldet; die Vegetation ist selbst im Ver- °rsL
gleich mit der der Molukken und Philippinen noch reich und glänzend 6ns
und schließt sich eng an die der indischen Inseln, namentlich der Philip- -qil
pinen an, die politische Verbindung mit diesen hat (wenigstens in Guahan, auf welche Insel unsere Kenntnisse von den natürlichen Produkten des ssä
Archipels fast allein beschränkt sind) die Einführung vieler Pflanzen von noo
dort zur Folge gehabt, die häufig auch verwildert sind. Kryptogamen ^ nsn aller Art sind bei der Feuchtigkeit des Klimas sehr häufig, ebenso Gräser ' rsst
(die Europäer fanden Zuckerrohr und Reis bereits vor) und Cypereen; ;ns:
Palmen sind ursprünglich nur in zwei Arten (Cocos und Areca); von nao
anderen Pflanzenfamilien sind Orchideen, Urticeen, Euphorbiaceen, Syn- -ny
anthereen, Leguminosen, Malvaceen, Rubiaceen, Apocyneen u. s. w. be- -sä
sonders vorherrschend. Die Nahrungspflanzen sind die gewöhnlichen des ssä
Oceans, zu denen noch mehrere aus den Philippinen eingeführte ge- -sg
kommen sind.
Das Klima von Aap-^) s
Was das Klima angeht, so ist bezüglich seiner Wirkung auf den nsä
Menschen zu betonen, daß es als ein außerordentlich gesundes bezeichnet s tsm
1) Meinicke: „Die Inseln des Stillen Oceans". II. S. 388.
2) Pros. Dr. Volkens: „Ueber die Karolineninsel Aap." Verh. d. Ges. .ss8
-für Erdk. 1901. S. 67.