b) Aus den Berichten der Reisenden und Forscher.
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häuslichen Gebrauch gewährt, macht ihn schätzbar, sondern auch und hauptsächlich der Bast um dieselbe, woraus Schnüre und Seile verfertigt werden. Auf dem Pandanus beruht die Nahrung, auf dem Kokosbaum die Schiffahrt dieses Volkes. Die Verfertigung der Schnüre und Seile ist eine Arbeit der Männer, und man sieht selbst die ersten Häuptlinge sich damit beschäftigen. Die Fasern des Bastes werden durch Maceration in Süßwassergruben ausgeschieden und gereinigt. Die Schnur wird zugleich mit den zwei Fäden, aus welchen sie besteht, gesponnen, indem jeglichen vorläufig bereitete gleiche Bündel Fasern hinzugesetzt werden. Das Holz des alten Kokosbaums, zu Pulver gerieben und mit dem Saft der Hülle der unreifen Nuß zu einem Teige gemischt, wird, in Kokos- schalen gekocht oder auf dem Feuer geröstet, zu einer Speise bereitet. Kokosschaleu sind die einzigen Gefäße, worin die Menschen Wasser mit sich zu tragen vermögen; sie werden in geflochtenen, länglichen, eigens dazu bestimmten Körben, mehrere, das Auge nach oben, aneinander gereiht, verwahrt. Der Kokosbaum wird überall auf bewohnten und unbewohnten Inseln angepflanzt und vermehrt, aber bei den vielen jungen Pflanzenschulen, auf die man trifft, sieht man ihn nur auf bewohnten Inseln Früchte tragen und nur auf wenigen und auf den südlicheren Gruppen seine luftige Krone hoch in den Lüften wiegen. Der Kokosbaum trägt auf Radack nur sehr kleine Nüsse.
Fischfang der Marshalliusulaner.*)
Fische und Schaltiere werden häufig roh verzehrt; namentlich gilt dies von einer ganz kleinen Sardine, die zu bestimmten Jahreszeiten in großen Schwärmen in die Lagune kommt.
. Selten sieht man um diese Zeit die Palmenkronen am Strande ohne Wächter, denn aus dieser Höhe erkennt das geübte Auge des Eingeborenen den dicht an der Oberfläche schwimmenden Fisch auf weite Entfernung. Sofort belebt sich der Strand; während einige sich dem Schwärme vorsichtig mit Kanus nähern und ihn dem Lande zuzutreiben suchen, tragen andere frische Palmblätter herzu oder rollen lange, fransenartige Schnüre auf. Sind die Fische etwa auf 100 Schritte nahe gekommen, so bildet alles was Beine hat eine Kette und umschließt sie im Halbkreise. Mit Blättern und Schnüren wird rasch unter Wasser ein Netzwerk hergestellt und mit Geschrei und langen Stöcken der Fisch zurückgetrieben, wo er durchzubrechen versucht. Nun wartet man ruhig, bis Ebbe eingetreten ist und nur ein paar Zoll Wasser auf dem Riffe bleiben. Giebt endlich der Häuptling das Zeichen, so stürzt sich die ganze Bevölkerung mit lautem Jubel auf die sichere Beute, von der jeder einen möglichst großen Anteil zu erhäschen sucht, denn was er nicht selbst verzehren kann, bringt er
h F. Hernsheim: „Südsee-Erinnerungen", S. 83.
Seidel, Koloniales Lesebuch. 2. Aufl.
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