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Kaiser Wilhelmsland.
hinterläßt ferner die unangenehme Wirkung, daß er das Zahnfleisch und die Zunge rot und die Zähne bei andauerndem Gebrauch beinahe schwarz färbt.
Kokos und Sago?)
Hauptnahrungsmittel ist der Sago und die Kokosnuß. Die Bereitung des Sago, der nicht zu verwechseln ist mit unseren Sagokügelchen, geschieht auf folgende Weise: Nachdem der Baum gefällt und das Mark aus dem Stamm entfernt ist, wird es zunächst von den vielen Fasern, mit denen es durchwebt ist, sauber gereinigt und gesiebt. Als Sieb benutzen die Eingeborenen die Rippen des Basisteiles eines Palmenblattes. Auf dieses Sieb wird das Sagomark gelegt und häufig mit Wasser übergössen. Schließlich ergiebt sich eine weißliche, mehlartige, fest zusammengebackene Masse, die in Bananenblätter eingehüllt wird. Die runden, oft zehn Pfund schweren Sagoklumpen werden demnächst zum Trocknen aufgehängt und dann in Kuchenform gebacken. Am Augusta-Fluß, wo sich die Pflanzungen der Eingeborenen wie auch am Ottilien-Fluß meist in unmittelbarer Nähe des Stromes befinden, wird viel Sago gezogen.
Durch Vorhandensein reicher Kokosnußbestände zeichnet sich die Gegend an der Hansa-Bucht aus, ferner der Küstenstrich zwischen Berlin- und Dallmann-Hafen und darüber hinaus. Weitere Kopragebiete sind die Bertrand-, Match- und Purdy-Jnseln. Auf den letzteren pflegen nicht selten Eingeborene, Unterthanen des holländischen Schutzgebietes, zu landen und sich längere Zeit aufzuhalten, um die dortigen reichen Kokosnußhaine zur Gewinnung von Oel auszubeuten, das sie dann in großen Kautschuk- flaschen nach ihrer Heimat bringen und vertreiben. Mit der Kopra- gewinnung haben sich unsere Schutzbefohlenen selbst .noch nicht befaßt, haben auch bisher nur selten Gelegenheit gehabt, hierbei Europäern hülf- reiche Hand zu leisten; auch pflanzen sie leider selbst noch keine Nüsse aus, verstehen sich daher lediglich auf ihren Konsum; nachdem sie mit einem scharfen Gegenstand die grüne Schale entfernt haben, reißen sie mit den Zähnen den festen Bast herunter, dann bohren sie in die harte Schale ein Loch und schlürfen besonders auf ihren Märschen mit Behagen das erquickende Naß. Der übrige schmackhafte Inhalt dient ihnen als Nahrungsmittel.
Tauschhandel?)
Ein allgemeines Tauschmittel giebt es bisher im Schutzgebiet noch nicht. Finsch will an einzelnen Plätzen eine Art Muschelgeld vorgefunden haben, so am Dallmann-Hafen, Venus-Huk und in der Nähe des Terrassen- landes, und diesem gleich aufgereihte Hundezähne an anderen Orten,
») Dr. Krieger: „Neu-Guinea", S. 216. "j vr. Krieger: „Neu-Guinea", S. 22b.