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Kamerun.
Kautschuk.')
Lielrxia elastioa. Etwa 20 Bäume im Alter von 7 bis 8 Jahren wurden nach verschiedenen Methoden und mit ungleich großen Unterbrechungen angezapft. Nach den bisherigen Ergebnissen ist es unwahrscheinlich, daß in der Gegend von Victoria 100 ^ trockenen Kautschuks als Durchschnittsernte eines Jahres bei 7- bis 8jährigen Bäumen erreicht werden können. Doch muß betont werden, daß Kickxia in verschiedenen Gegenden ungleich ergiebig ist. Was die Anzapfungsmethode anbelangt, so haben sich wenigstens bei Bäumen bis zum Alter von 10 Jahren die von Dr. Strunck vorgeschlagenen Längsschnitte besser bewährt, als Spiral- oder Grätenschnitte.
Bei der Kultur der Kickxia sollte man sich bemühen, anfangs durch Beschattung, z. B. mit Mehlbananen („Planten"), einen einfachen Stamm zu erziehen, dann aber daraus auszugehen, daß der Stamm nicht zu sehr in die Höhe und dafür desto mehr in die Dicke wächst. Dementsprechend hat später eine Beschattung zu unterbleiben. An Kickxiastämmen, welche, lote dies häufig vorkommt, vorn Boden an verzweigt sind, ist die Anzapfung sehr unbequem.
Die Bohrkäfer, welche in manchen Gegenden viele Kickxien schädigen, traten bisher im botanischen Garten nur sehr vereinzelt auf.
Hevea drasilisnZis. Die im Berichtsjahre vorgenommenen Untersuchungen hatten das erfreuliche Ergebnis, daß frühere Angaben, wonach Hevea im botanischen Garten nur unbedeutende Kautschukmeugen liefern soll, auf einem Irrtum beruhen. Höchst wahrscheinlich waren bisher die Schnitte nicht tief und breit genug angelegt worden. Die den Milchsaft enthaltende Rindenschicht ist nämlich bei Hevea viel weiter von der Oberfläche des Stammes entfernt als bei Kickxia, an deren Rinde schon leichtes Anritzen einen Austritt des Milchsaftes bewirkt.
Im September bis November 1906 wurden zwei etwa 10jährige Bäume angezapft durch schiefe, je 10 bis 20 ein lange Schnitte, die bei dem einen Baum in getrennten Rindenfeldern angebracht waren und innerhalb derselben dicht aueinanderlagen, bei dem andern sich ziemlich gleichmäßig über das untere Stück des Stammes verteilten. Der erstgenannte Baum lieferte in 40 Anzapfungstagen 520 §, der andere in 28 Änzapfungstagen 350 ^ trockenen Kautschuks. Die Bäume haben nicht im mindesten gelitten, sondern sehen ebenso gesund aus wie früher. Diesen Anzapfungen im Beginn der Trockenzeit reihte sich eine dritte an, welche an das Ende der Trockenzeit, in den Monat März fiel. Bei einem 10jährigen Baume wurde der Spiralschuitt in Anwendung gebracht. Die Ernte von 20 Anzapfungstagen betrug 250 ^ trockenen Kautschuks. Allerdings steht dieser Baum am Ufer des Limbeflusses, so daß er sich auch während der Trockenzeit im feuchten Erdreich befindet. Die günstigen
0 Aus der amtlichen „Denkschrift über die Entwicklung der Schutzgebiete in Afrika und der Südsee 1906/7."