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Deutschlands Kolonien : Koloniales Lesebuch für Schule und Haus ; Beschreibung der deutschen Schutzgebiete nebst einer Auswahl aus der kolonialen Literatur / von A. Seidel. Bearb. von W. Kreyenberg
Entstehung
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b) Aus den Berichten der Reisenden und Forscher.

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zuheben, da derselbe durch einen Staatsvertrag eingesetzt sei. Bezüglich f des letzten Punktes zeigte sich Dr. Nachtigal entgegenkommend und ließ ' im allgemeinen Interesse den Oourt noch fortbestehen, den Protest gegen die Besitzergreifung nahm der Generalkonsul dagegen nur zur Bericht­erstattung an den Reichskanzler an.

Das Küstentiefland.')

Das Tiefland der Küste verdankt seine Entstehung fast ausschließlich der Zersetzung der Gesteine des Plateaus durch atmosphärische Einflüsse, sowie durch die der Vegetation und des Wassers. Durch sie wird das Urgestein zersetzt und verwittert, durch die Flußläufe dann nach der Nie­derung heruntergeführt, wo es sich schichtweise als Laterit absetzt und als solcher die typische Formation des westasrikanischen Tieflandes bildet.

Wo durch die Flüsse oder die Arbeit der Wellen Aufschlüsse gebildet worden sind, erkennt man deutlich die Schichtung mit dem wechselnden Eisengehalt, welcher an manchen Stellen der Formation das für die Ost­küste so charakteristische völlig rote Ansehen gibt.

Wo die Wässer zweier Flüsse aufeinandertreffen, oder wo die Flut an der Mündung dieselbe aufstaut, setzten die Sinkstoffe sich ab und bildeten den Grundstock für zahlreiche Barren, welche das Befahren der Flüsse, namentlich in der trockenen Zeit, unbequem und selbst gefährlich machen. Auf den Lateritablagerungen aber sorgt die schnell sich ein- findende niedere Vegetation für die Bildung der erforderlichen Humus­schicht und schasst damit die Bedingungen für immer weiter fortschreitende Entwickelung höherer Pflanzen. Die Vegetation ist im Hochland und Tiefland durchaus verschieden. So weit die ausgleichende Tätigkeit des Menschen nicht in Betracht kommt, charakterisiert dichter Urwald mit Baumriesen, welche bis 60 m Höhe erreichen das Tiefland und die tiefer gelegenen Teile des Gebirges und des Hochlandes, Grassteppe das Hoch­land selbst und die höheren Teile des Gebirges. Im Gebirge vollzieht der Übergang sich je nach der Bodenbeschaffenheit in wechselnder Höhe, zwischen 2000 und 2500 m, schroff und ohne Übergang; im Hochplateau vermittelt, aus geschlossenen Waldbeständen und dazwischen gestreuten Grasslächen gemischt, die sogenannte Parklandschaft den Übergang zwischen beiden Vegetationstypen. Im Tiefland ist die Mangrove (U. 20 - xbora nian^ls) mit den blanken, lederartig festen Blättern der Charakter­baum für die unter dem Einfluß von Ebbe und Flut abwechselnd unter Wasser gesetzten und wieder trocken gelegten Flußufer im Bereich der Brackwasserzone. Pandanus und Raphia bezeichnen den Übergang zur Ufervegetation des reinen Süßwassers. So weit die Seebrise reicht, treten an den trockneren Stellen dazu Kokospalmen, die Morgen noch

') I)r. Fr- Plehn:Die Kamerunküste", S. 4 ff.