Print 
Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
Place and Date of Creation
Page
134
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

134

Das 19. Jahrhundert.

die Bande geworden, die Stammland nnd Siedelungs- -tzgi gebiete mit einander verknüpfen. Die empfindlichste Stelle ist und bleibt Indien, wo trotz segenbringender Neuerungen des englischen Regiments das Gefühl, von Fremden aus- -sm

gedeutet zu werden, sich nicht verlieren kann, und wo am

gerade die gegen früher so viel größere Freiheit der Be- wegung der DeviseIndien für die Jndier" das Leben us4

gegeben hat. Im einzelnen kommt mancher Akt auf suo

Rechnung der englischen Kolonialpolitik, der mit den Ge- boten der Menschlichkeit und Rechtlichkeit in schroffem mff

Widerstreit steht, aber in der Beurteilung der Gesamt- -tnr

entwickelung kann das Segensreiche, Recht und Gesittung pnu

Fördernde nicht verkannt werden, und der Borteil für aus

die Nation steht hoch über allen Zweifeln. Sie hat tofl

unleugbar ein gewaltiges, ein unübertroffenes Stück Lüt

Kulturarbeit geleistet und die Früchte ihrer Arbeit in m

reicher Fülle geerntet.

48. Das neue französische Kolonialreich.

Aus den schweren Krisen zu Beginn des Jahrhunderts tzUz

hatte Frankreich nichts gerettet als einige Posten in Ost- -HO

indien, Rounion, ein Stück Guyana und ein paar Inseln nlff

in Westindien, an der Küste Westafrikas und Neufund- -dm

lands. Heute besitzt es ein Kolonialreich von über sechs tzchz

Millionen Quadratkilometern mit mehr Bewohnern, als es ss ^

selber zählt.

Die Entwickelung beginnt mit der Eroberung von noa

Algier, die, 1830 noch unter Karl X. begonnen, unter schweren Mühen und Kosten fast ein Menschenalter er- -73

forderte. 1881 konnte als türkisches Beutestück Tunis «im

hinzugewonnen werden. Unter Louis Philipp hat man seine sm:

Aufmerksamkeit der Südsee zugewandt und 1842 das soä