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Das 19. Jahrhundert.
errichteten süd- und Mittelamerikanischen Staaten nnd dun ihre innere Entwickelung kranken aber trotz der so über- -'lsäii aus reichen Natur an schweren Schäden, die ihnen durch chiuci Volksart und Geschichte in der schon gekennzeichneten nstsii
Weise eingeimpft sind. Ob sich die Elemente eines ge- -sp ^ funden Staatslebens, wie sie in den Gründungen germa- -nmi'
nischen Ursprungs lebendig sind, überhaupt jemals trieb- -62m
kräftig herausbilden werden, kann erst die Zukunft lehren, .milk
41. Die Monroe-Doktrin.
Gleichzeitig mit den Freiheitskämpsen im romanischen lischst
Amerika hatten sich die Völker der pyrenäischen nnd dun
apenninischen Halbinsel erhoben, konstitutionelle Ver- sassnngen zu erkämpfen. Die Mächte der heiligen Allianz ^innl
waren 1821 in Laibach, 1822 in Verona zusammen- -ilsm
getreten, diese Bewegungen niederzuwerfen und die er- ! -ss s
schlitterten Throne wieder zu befestigen. In Italien ge- -sg >, schah das 1821 durch die Österreicher, in Spanien 1823 k.281
durch die Franzosen. Es fehlte nicht an Neigung, das Verfahren aus das zu der verhaßten republikanischen nschl
Regiernngsform übergehende spanische Amerika anszu- -nzsi
dehnen. Dadurch sah sich die Nordamerikanische Union naiil
in ihrem Bestände bedroht. Ihr Leiter James Monroe, damals znm zweiten Male Präsident, suchte im De- zember 1823 der Gefahr zu begegnen durch die Pro- -wüt
klamation der nach ihm benannten Doktrin. Sie erklärte st'lvi
als Jahresbotschaft an den Kongreß, daß die Union das Einschreiten europäischer Mächte in Amerika nicht dulden nsäl
werde, auch nicht die Übertragung europäischer, was tzmll
natürlich sagen wollte monarchischer, Regierungsformen nsm
auf diesen Erdteil, daß Amerika überhaupt kein Koloni- , ckna sationsgebiet mehr sei für europäische Mächte. Monroe scm