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Kolonialgeschichte / von Dietrich Schäfer
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12 Einleitung. ;

Lappland und Finland. In beiden Fällen ward die ge- !-'w i ringe Zahl bedeutungsvoll für das Schicksal der in diei alten Kulturgebiete Eindringenden. Beispiele einer ganz lf.nop überwiegend erobernden Tätigkeit bietet der nationale Zusammenschluß der großen europäischen Staatswesen sichln unter Führung von Dynastien, des französischen, bri- ^ nrä tischen, italienischen Staates, der österreichischen und ldnu brandenburg-prenßischen Macht, des deutschen Reiches.

Die Ausdehnung des russischen Reiches über seine ursprüng- - pnü: liche Westgrenze ist ausschließlich durch Eroberung erfolgt. ! chtas Kolonisierung hat bei diesen Hergängen, die, abgesehen von j uan i der russischen Machterweiterung, sämtlich belegen, daß .406 auch Eroberung ein wichtiger, segenbringender Faktor in ! ii ^ der Entwickelung der Menschheit sein kann, kaum irgend äins/ eine Rolle gespielt.

4. Anlässe der Kolonisation.

Den nächsten Anlaß zur Kolonisation bietet fast immer die Beengung der Lebensverhältnisse in der Heimat. Sich ihr zu entziehen, besaß in neuerer Zeit und ganz besonders im 19 . Jahrhundert der einzelne in hohem Grade die Möglichkeit. Anders im Altertum und im Mittelalter, wo fremd und feind mehr oder weniger gleichbedeutend war. Da konnte man draußen auf selb­ständiges Fortkommen nur rechnen, wenn man als ge schlössen? Schar auftrat, die sich entweder aus eigenem Antriebe von den heimischen Staats- und Volksgenossen löste oder hinausgesandt wurde von der Gesamtheit. Schon Griechen und Römer unterschieden diese beiden Entstehnngs- arten ihrer Kolonien. In Mangel an anbaufähigem Boden oder, was das gleiche sagen will, Überfluß an Menschenmaterial lag wohl der häufigste Antrieb zu plan-

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