Ceylon.
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Bedarf deckt, sondern auch für den Weltmarkt von hoher Bedeutung ist, fehlt es doch in England und Indien nicht an sachverständigen Stimmen, welche durchgreifende Reformen für dringend erforderlich halten. Das Anwachsen der Staatsschulden, die eher zu- als abnehmende große Armuth der Masse des Volkes, die Gefahren, welche Großbritanniens Industrie und Handel von der billigen Arbeit in Indien drohen, werden als sehr bedenklich angesehen. Dazu kommt, daß in weiten Kreisen Angst vor dem steten Vordringen der Russen in Mittelasien besteht, wenngleich die besseren Elemente der Bevölkerung Indiens durchaus treu zu Großbritannien halten und von einer Wiederkehr der früheren einheimischen Willkürherrschaft nichts wissen wollen.
Neuntes Kapitel.
Die übrigen asiatischen Besitzungen Großbritanniens.
In naher Verbindung mit Indien, wenn auch unter besonderer Verwaltung, stehen Ceylon und die übrigen Besitzungen Großbritanniens in Asien.
Die Verwaltung Ceylons ist durch Gesetze von 183l und l833 geordnet. Dem Governor steht danach ein exekutives Council von 5 Mitgliedern und ein 17 Köpfe starkes legislatives Council zur Seite. Die 25 364 Quadratmeilen große Insel zählte 3 235 300 Bewohner, d. h. 118 auf die Quadratmeile. Sie ist in 9 Provinzen getheilt. 2? 299 Bewohner sind Weiße oder Abkömmlinge von Weißen, der Rest setzt sich aus Singhalesen, Tamilen, Malayen und dergl. zusammen. Ackerbau und Pflanzungen bilden die wichtigsten Erwerbszweige. Die Finanzen der Kolonie zeigen ein nicht unbefriedigendes Bild. Es betrugen:
Einnahmen
Ausgaben
Oesfentliche Schuld
1860 .
. . 767 100
705 400
— Pfd. Sterl.
1865 .
. . 978 400
838 100
450 000 -
1870 .
. . 1068 400
1 026 800
700 000 -
1875 .
. . 1354100
1 220 100
623 700 -
1880 .
. . 1298 300
1 337 200
1369 600 -
1885 .
. . 1 186 000
1 182 300
2 284 000 -
1890 .
. . 1217 100
1 162 400
2 518 300 -
1895 .
. . 1 158 400
1 187 800
3 723 500 -
Die Haupteinnahmequelle bilden auf Ceylon die Zölle. Sie