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Bd. 8 (1909) Fürst Bismarck und die Kolonialpolitik / von Kurt Herrfurth
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vi-. Herrfurth, Fürst Bismarck und die Kolonialpolitik

Bestimmungen Unseres Schutzbriefes vom 17. Mai 1885 und be­stätigen hiermit, datz Wir über diese Inseln die Oberhoheit über­nommen haben. Zu Urkund dessen haben Wir diesen Unseren Schutzbrief Höchsteigenhändig vollzogen und mit Unserem Kaiserlichen Jnsiegel versehen lassen.

Gegeben Berlin, den 13. Dezember 1880.

gez. Wilhelm. In Vertretung des Reichskanzlers: ggez. Graf Bismarck."

2. Marschall -, Brown - und Providence - Inseln.

Auch in diesem Gebiete bestanden schon ältere deutsche Handels­unternehmungen. Denn bereits im Jahre 1878 hatte der Kapitän des deutschen KriegsschiffesAriadne" im Namen des Reiches mit einen? Häuptlinge von Jaluit, der Hauptinsel der Gruppe, einen Freundschafts­vertrag geschlossen und eine Kohlenstation erworben. Bald darauf wurde in Jaluit ein kaiserliches Konsulat errichtet und Herr Hernsheim zum Konsul ernannt.

Wie aus den andern Inseln hob sich auch hier der Handel mehr und mehr. So betrug z. B. im Jahre 1885 die Einfuhr der Agentur der Deutschen Handels- und Plantagengesellschaft: 77 250 Dollars, und zwar für:

Manufakturwareu und Kleidungsstücke . 20000 Dollars,

Eisenwaren.......... 8000

Proviant und Getränke...... 11000

Waffen und Munition...... 5000

Glas- und Töpferwaren...... 1000

Tabak und Zigarren....... 8000

Holz . . . '......... 2000

Verschiedenes......... 5 000

Englisches und chinesisches Geld . . . 17 250

Die Gesamteinfuhr der Hernhheimschen Agentur in Jaluit betrng 40 "00 Dollar.