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Ritte und Rasttage in Südbrasilien : Reisebilder und Studien aus dem Leben der deutschen Siedelungen / von Wilhelm Lacmann
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Nach Santa Maria da Bocca do Monte.

Non Neuchamburg über SLo )oLo nachFrankreich". Alte Prioat-Rolonien und Kolonien der Kaiserlichen Regierung. Nach Teutonia, Lstrella, Lageado. venancio Ayres, Mont Alverne und Santa Cruz. Kolonie und Stadt Santa Lrnz. Nach Germania und Serro Branco. Ein Unwetter und Unterkunft in einem Kolonistenhaus. St. Angelo. Silveira Martins. Santa Maria.

von Neu-Hamburg ritt ich über Kampland nach SLo Ioüo do Monte Negro, einer kleinen freundlichen Koloniestadt am (Lahv, am folgenden Tage von dort über die Ortschaft Viktoria der im Jahre s855 von Privatleuten angelegten Kolonie Maratä nach der picada Brochier, die von den DeutschenFrankreich" genannt wird. Die Gründer dieser Kolonie waren zwei Franzosen, zwei prüder Brochier. Line eigentliche Kolonisationstätigkeit haben sie nicht ausgeübt. Sie besaßen ein ausgedehntes Stück Land und be­trieben eine Sägemühle, die die Einheilen der umliegenden Mälder verarbeitete. Nach und nach verkauften sie das Land an Ansied­ler, nachdem sie es zuvor hatten in Linzelkolonien vermessen und durch Pfade erschließen lassen. Lbenso wie Frankreich und das durch einen Russen besiedelte benachbarteRußland" sind auch viele andere Kolonien entstanden. Spekulanten erwarben von bra­silischen Grundbesitzern, die sich bei dem immer mehr um sich grei­fenden Rückgang der einheimischen Bodenwirtschast häufig genug zur Veräußerung ihrer Güter genötigt sahen, oder auch von der Regierung um meist sehr billigen preis ein Stück Land und ver­kauften es wieder stückweise an bäuerliche Ansiedler. Diese hatten natürlich anfangs stets einen harten Stand. Keine helfende Dand förderte ihre Arbeit. Ganz aus sich allein angewiesen, saßen sie im tiefen Urwald, den keine Straße mit der Umwelt verband. Unendlich viel Mühe und Schweiß kostete es den Kolonisten, den