Die Kolonie Hansa.
Nach Hammonia. — Die Tätigkeit der Hanseatischen Kolonisationsgesellschaft. — Kolonistenlebcn. — Wirtschaftliche Verhältnisse und Aussichten; Eisenbahn- pläne. — Nichtmirtschaftliche Einrichtungen der öffentlichen Wohlfahrt. — Eine Wanderung im Aolonicgebiet. — Ein Iagdausflug auf dem Kio Hereilio.
Der Ritt von Süo Bento nach Blunrenau hatte mich, wie erzählt, bereits durch einen der Bezirke geführt, die die Hanseatische Kolo- nisationsgesellschast besiedelt. Gin anderer liegt im Gebiet des Bis Hercilio, der den nördlichen Ouellsluß des Itasahy bildet und bei den Deutschen kurzweg „Nordarm" heißt. Nach dem Fluß trägt der Bezirk den Namen „Hercilio". Sein Verkehrsmittelpunkt, der Stadtplatz Hammonia, ist von Blumenau 75 Kilometer entfernt.
Diesen Teil der Kolonie Hansa besuchte ich von Blumenau aus. Dem Inspektor des Bezirkes, der in Blumenau wohnt, hatte ich vorher meinen Besuch gemacht. Herr Abry war so liebenswürdig, mir für die Neise seine Mule, ein vorzügliches, ausdauerndes Tier, zur Verfügung zu stellen. Mein Gaul hatte nämlich, schon als ich ihn kaufte, einen kleinen Druckschaden. Lr war von keiner Bedeutung und unter der Hflege, die ich ihm hatte zuteil werden lassen, schnell gut geworden. Gleichwohl wollte ich dem Hferd längere Schonung gönnen, da meine fernere Reise bedeutende Anstrengungen bringen sollte. So nahm ich den freundlichen Vorschlag des Herrn Abry, mein Tier für die nächste Zeit seiner Obhut zu überlassen, gern und dankbar an und holte den Gaul erst bei einer späteren Gelegenheit wieder ab. Mein größeres Gepäck sandte ich durch die gütige Vermittelung des deutschen Konsuls in Itajahy an das Generalkonsulat in j)orto Alegre.
Am s8. Juni machte ich mich aus den Meg. Lr führte zunächst nach Indaval zurück, dann weiter dem Laus des Itajahy entgegen