Eine deutsche Kleinstadt in den Subtropen.
Erste Eindrücke in Ioinville. — In der Herberge. —
Die Stadt und ihr Leben. — Der gewesene Kavalier.
Am Hafen von Zoinville wartete eine Menge Menschen auf die Ankunft unseres Dampfers. Line Anzahl schwarzer und gelber Gepäck- und Lastträger war unter ihnen, im übrigen aber sah ich kaum andere als deutsche Gesichter. Drei oder vier blonde junge Damen in schickem Anzug radelten gerade die Straße entlang. Dann siel mir eine Anzahl Kinder aus, die in seinen Kleidern, aber ohne Schuh und Strümpfe einhergingen. Herr v. Diringshofen gab mir die Erklärung, es sei in Zoinville auch bei den ersten Familien Sitte, die Kinder in der kühleren Jahreszeit barfuß gehen zu lassen. — «Etliche Reiter trabten aus kleinen Aserden an uns vorbei. Sie machten mit ihrem metallgezierten Sattel- und Zaumzeug, dem breitkrempigen Hut und dem keck um die Schultern flatternden Umhang, der „Aalla", ein vorzügliches Bild.
Es dauerte eine ganze weile, bis das Gepäck der Auswanderer aus dem Schisse aus die Leiterwagen verladen war, die schon am Kai warteten. Dann ging es zu dem Einwandererschuppen, wo die Sachen vorläufig niedergelegt wurden, und nachher nach einem kleinen Gasthaus. Dort wurden die Einwanderer ebenso wie vorher in SLo Francisco aus Kosten der Kolonisationsgesellschast verpflegt. Auch ich nahm in dem Gasthaus Quartier. Es besteht allerdings in Zoinville auch ein höheren Ansprüchen genügender und sogar, wie versichert wird, vorzüglicher Gasthos, das Hotel Beckmann. Aber es interessierte mich, das Treiben einer Linwandererherberge kennen zu lernen.
Drgendetwas, was auch nur eine leise Andeutung von Komfort enthalten hätte, gab es dort allerdings nicht. „Ein einfaches.