Teil eines Werkes 
Bd. 2, Th. 1 (1898) Von den Anfängen bis zum Abfall der Vereinigten Staaten : mit drei farbigen Karten in Steindruck / von Alfred Zimmermann
Entstehung
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Charles I. und die East Jndia Company.

schädigung für das von ihm weggenommene New Dort. Ehe die Nachricht hiervon nach Amerika kam, hatte der Bruder des Eigen- thümers es mit bewaffneter Hand zurückerobert. Aber Charles II. ordnete schleunige Räumung der Kolonie an und Willoughby mußte gehorchen. Er that es nicht, ohne so viele als möglich der englischen Ansiedler bewogen zu haben, mit all ihrer Habe das Land zu ver­lassen. Gegen 1100 Kolonisten sind von hier nach Jamaica übergesiedelt.

Viertes Kapitel.

Entwickelung der englischen Kolonisation Ostindiens.

Der Einfluß Englands in Indien war zu Ende der 30er Jahre des 17. Jahrhunderts noch ziemlich unbedeutend. Außer einigen Faktoreien und schwachen Forts besaßen die beiden Handelsgesell­schaften, in deren Händen der Verkehr mit Indien lag, dort kein Eigenthum. Die vstindische Company wollte 1640 neue Kapitalien aufbringen und eröffnete eine Zeichnung für einen vierten Joint Stock. Das den Theilnehmern an den drei ersten Joint Stocks gehörige Eigenthum sollte vorher aus Indien geholt und ausgetheilt werden.*)

Aber das Vertrauen in das Unternehmen war damals so gering, daß nur 22 500 Pfund Sterling gezeichnet wurden. Die Machtstellung Hollands in den indischen Gewässern und der Zwiespalt in England selbst entmuthigten die Handelswelt. Es kam dazu, daß Charles I., um Geld für den Krieg in Schottland zu bekommen, der Company ihren gesummten Pfeffervorrath von 607 522 Säcken kurzer Hand für 63 283 Pfund Sterling 11 Schilling 1 Pence (2 Schilling 1 Pence für den Sack) auf Kredit abnahm. Auf seine Veranlassung bezahlten die Zollpächter und Lord Cottington diese Summe durch Wechsel. Der Pfeffer wurde vom König für 50 626 Pfund Sterling verkauft. Bei der schlechten Wendung aber, die seine Angelegenheiten nahmen, konnte er die fälligen Wechsel nicht

*) Die Theilung hat für die Zeichner des dritten Joint Stocks einen Gewinn von 35 pCt. in 11 Jahren, also von wenig mehr als 3 pCt. im Jahr ergeben.