Okavango-
Gebiet.
Grootfonteiner Bezirk vorliegen. Der Farmer, der sich hier ansiedeln will, soll also sein Augenmerk aus Vieh der genannten Art oder auf Kreuzungen damit richten.
In der Gegend um Grootfontein lebt eine größere Anzahl vo:r Buren, die in den neunziger Jahren aus Transvaal eingewandert sind. Deutsche und burische Farmen liegen im Wechsel durcheinander.
Der Omuramba-u-Ovambo sowie der Omuramba-u-Omatako sind im Grootfonteiner Bezirk vorläufig die Grenzen für die Besudelung. Jenseits dehnt sich, nach Nordosten und Osten, auf Hunderte von Kilometern das noch unerschlossene Sandfeld mit seinen flachen bewaldeten Dünen und großen Grasebenen aus.
Der Okavango trennt das Schutzgebiet von der portugiesischen Kolonie Angola. Er hat ein breites, fruchtbares und ziemlich gut bevölkertes Tal, in dem die meisten Kolonialgewächse angebaut werden können. Dieses Gebiet ist jedoch noch sehr entlegen und unerschlossen. Die Verwaltung ist dorthin noch nicht ausgedehnt, so daß zurzeit von einer Ansiedelung dort abgeraten werden muß.
III. Das mittlere Docblanä.
Quer durch die Mitte Südwestasrikas zieht sich, ungefähr auf der Höhe von Swakopmund und Windhuk, eine hohe, zerrissene und größtenteils schwer zugängliche Anschwellung des inneren Hochlandes hin. Nördlich vorn unteren Swakop ragt das nackte und schroffe Chuos-Gebirge empor. Zwischen dem oberen Swakop und dem Kuiseb dehnt sich, unwegsam und zerklüftet, nur von wenigen versteckten Bergdamaras oder Klippkaffern bewohnt, das Khomashochland aus. Oestlich von Okahandja liegen die bereits zum Hereroland gehörigen Onjati- und Otjihawera- Berge. Südlich von Windhuk endlich erhebt sich die hohe, schroffe Mauer des Auas-Gebirge. Das Khomashochland und das Auas- Gebirge haben von altersher eine Völkergrenze gebildet. Nördlich davon saßen die Herero, südlich die Hottentotten. Den nörd-
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