Ansiedelung in diesem Teile des der Regierung gehörigen Landes wird durch die meist vorhandene ausgezeichnete Weide und durch gute Wasserverhaltnisse begünstigt. Hier herrscht die Bildung der sogen. Kalkpfannen, die man sonst noch im Hererolande vielfach findet, vor. Diese Kalkpfannen sind unregelmäßige Kessel mit steilen Rändern in weißen: Kalk, auf deren Grunde sich im weichen Boden entweder einige Wasserlöcher oder ganze Teiche befinden. Die Kalkpfannen liegen in der Regel in einer Lichtung des dichten Busches. Ihre Anwesenheit ist an den von Wild und Menschen ausgetretenen, strahlenförmig auf sie zulaufenden Pfaden zu erkennen.
Das Land östlich vom Omuramba wird gemeiniglich das Sandfeld genannt. In der Hererosprache heißt es „Omaheke". Die Bezeichnung „Sandfeld" ist auf die Gestaltung des Bodens zurückzuführen, der hier fast nirgends mehr steinig, sondern von tiefem, rötlichem Sande bedeckt ist. Auf ihm wächst hohes Gras und dichter Dornbusch.
II. debergangsgebiet 2um ^mbolanäe.
Nördlich vom Hererolande, zwischen diesem und dem Ambo- lande, liegt ein Gebiet, das den Charakter des Ueberganges zu anderen klimatischen und wirtschaftlichen Verhältnissen ausweist. Es wird begrenzt etwa durch die große Etoscha-Salz-Psanne und den Omuramba-u-Ovambo im Norden, den Waterberg im Süden, das Kaokofeld im Westen und den unteren Lauf des Omuramba-u-Omatako im Osten. In diesem großen Landstrich gehört das mittlere Stück, das sich von Outjo nach Osten bis hinter Grootfontein erstreckt, in einer Größe von 13 000 Quadratkilometer, der South-West-Africa-Company (London, 3Laurence Pountney Hill), und der Otavi-Minen- und Eisenbahn- Gesellschaft (Berlin, Behrenstr. 14/16.)*) Beide Gesellschaften geben Land käuflich ab. Außerhalb des genannten Gesellschaftslandes nach Osten und Norden hin verfügt die Regierung über gutes Farmland noch in erheblichem Umfange. Unmittelbar an der
*) Vgl. die anliegende Karte.
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