Einteilung des Schutzgebiets.
Ausdehnung.
Früherer Viehbesitz der Herero.
Um den bet der starken Sonnenbestrahlung leicht auftretenden Augenentzündungen vorzubeugen, ist das Mitführen einer grauen Brille mit Staubschutz zu empfehlen.
Eine erneute Schutzimpfung gegen Pocken ist vorzunehmen, falls nicht in den letzten Jahren eine solche Impfung stattgefunden hat.
Man teilt das Schutzgebiet gewöhnlich nach den Eingeborenen- Stämmen in drei Teile: das Amboland im Norden, das Herero- land in der Mitte, das Namaland im Süden. Das Herero- land wird häufig auch Damaraland genannt. Nama ist eine andere Bezeichnung für das Volk der Hottentotten. Zwischen dem Herero- und dem Namalande schiebt sich noch ein besonderes Uebergangs- gebiet ein, das in der Gegend von Windhuk bereits stark von Weißen besiedelt ist und weiter nach Süden dem Stamme der Bastards voll Rehoboth gehört. Dieser Teil weist die größte Höhenlage des Schutzgebietes auf.
I. Das Dererolanck.
Die Herero bewohnten beim Ausbruch des Aufstandes von 1904 das ganze Gebiet zwischen der Namib und der Kalahari, dem unteren Swakop-Fluß und den Gebirgen von Otavi. Dieses weite Land, das reichlich so groß ist, wie ganz Süddeutschland, ist von altersher ein bevorzugtes Viehzuchtgebiet gewesen. Die Herero besaßen vor der im Jahre 1896 ausgebrochenen Rinderpest ungezählte Mengen von Rindern, die alle reichliche Nahrung fanden. Die Rinderpest raffte bei den Eingeborenen über 90 Prozent des damaligen Bestandes hinweg, aber in der Zeit bis zum Ausbruch des Aufstandes hatte sich der zusammengeschmolzene Bestand scholl wieder gut vermehrt.
Aus Alllaß des letzten Aufstandes ist das Land, das den Herero früher zum freien Eigentum gehörte, von der Regierung eingezogen und der Befiedelnng durch deutsche Einwanderer geöffnet worden.
Weit und breit ist das Land mit nahrhaftem Gras und andern Futterpflanzen bedeckt. Der richtigen Allsnutzung
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