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Zeit mit Sicherheit eintreten wird, die Quelle des jetzt vorhandenen Exportes mehr nud mehr versiegen wird.
Erst wenn nur aus der Route Tanga—Kilimandscharo—Nyanza in dem extensiven Kolonisationsbetrieb mit allmählicher Ueberführung in intensiveren Betrieb und damit auf die höheren Stnfen der Kolonisation einige Erfahrung gesammelt und einige Gewinne gemacht haben werden, werden wir an die Erschließung der zweiten Route, der nach dem Tanganika, uns heranwagen können. Man streitet noch darüber, ob der künftige Ausgangspunkt derselben Bagamoyo oder Dar-es-Sa- laam sein wird. Ich glaube keines von beiden. Ist erst die Bahn nach Korogwe fertig, so wird dieser Ort eine immer größere wirth- schaftliche Anziehungskraft auf Usegna und das fruchtbare Ungnn (Nguru) ausüben, und es kann nicht ausbleiben, daß von hier aus ein fahrbarer Weg über Mhonda nach Mpapwa und von dort späterhin nach Tnbora und UM am Tanganika hergestellt wird. Der Hafen von Tanga wird dann der Ausfuhrplatz für das gestimmte ostafrikanische Elfenbein werden, und die Straße Korogwe—Mgära—Mhonda—Mam- boia—Mpapwa, die überall die fruchtbarsten Landschaften durchschneidet, wird dann ebenso die Veranlassung zu Plantagenanlagen werden, wie die voir dem gleichen Punkt ausgehende nach dem Viktoria-Nyanza. Ein derartiges Zusammenströmen der Handelswaaren und Plantagen- prodnkte nach einem gemeinsamen Centrum wäre im Interesse der Vereinfachung der Verwaltung und damit der Verringerung der Generalunkosten natürlich höchst erwünscht, umsomehr als dasselbe einen vorzüglichen Hafen besitzt und der dem Mutterland nächstgelegene Hafenort ist. Ganz besonders wäre es aber deswegen von Vortheil, w.eil wir dann für zwei Wege ins Innere eine über 100 irrn lange gemeinsame Anfangsstrecke hätten (Tanga—Korogwe), deren Befahrnng mit der Eisenbahn sich dann natürlich doppelt rentiren würde.
Erst nach Jahrzehnten dürfte dann auch die kolonisatorische Thätigkeit nach dem Nyassasee hin ins Werk gesetzt werden.
II. Die erste Kolonisationsstufe.
Ein arideres Aussehen als im Inneren hat und wird stets haben unsere kolonisatorische Thätigkeit in den der Küste zunächst gelegenen Theilen der Kolonie. Hier handelt es sich zunächst darum, die erste Unterstufe der ersten Kolonisationsstnfe zu erreichen, das will sagen, den Handel an den festen Stationen — ich möchte ihn den Kontorhandel nennen — in die Hände zu bekommen. Welche Schwierigkeiten es hat, diesen Handel den Indern zu entreißen, ist bereits auseinandergesetzt worden. Nichtsdestoweniger sollte das eifrigste Bestreben der in Ostafrika thätigen Gesellschaften darauf gerichtet sein, nicht mir diesen Handel in die Hände zu bekommen, wozu die Anfänge ja bereits gemacht sind, sondern ihn auch zu Gunsten der deutschen Waare zu betreiben. Sehr vieles können in dieser Hinsicht die nicht direkt an der Küste, sondern mehr im Inneren thätigen Plantagengesellschasten thun, welche, wie die deutsch-ostasrikanische Plantagengesellschaft in Lewa,