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Die Motorboolstrobefahrt
Welcher Mensch, der die letzten beiden Kapitel gelesen hat, wird mich wohl einen Verschwender heißen, wenn ich erzähle, daß ich mir einen Bootsmotor kaufte und in die „Karin" einbaute? Daß es nicht gleich ein ganzes Motorboot war, ist doch aller Ehren wert. Der Mast wurde aus der „Karin" herausgenommen, eine mittlere Ruderbank aus- gebrochen und der zwölfpferdige Motor eingebaut. Das acht Meter lange, schlanke Fahrzeug eignete sich infolge seiner Bauart vorzüglich znm Motorboot und sollte mir als solches noch manche guten Dienste tun. Elvig unvergeßlich wird mir aber die erste Probefahrt bleiben, die ich mit der, neu als Motorboot hergerichteten, „Karin" machte. Wer abergläubisch sein wollte, hätte sie vielleicht als ein böses Vorzeichen für fernere Fahrten genommen und sich nie mehr in das Motorboot gesetzt. Ich aber bin nicht abergläubisch und war es auch nie. Doch ich will nicht vorgreifen.
Ich hatte gerade damals, als ich den Motor in das Boot einbaute, einen großen Trupp Arbeiter aus dem Innern bekommen, Wanyamwezi und einige Wasekuma. Unter ihnen befanden sich manche, die ich nicht für sehr gesund hielt, die aber doch behaupteten, gut arbeiten zu können. Einer dieser, mir etwas kränklich erscheinenden Männer, namens Kabisse, bat mich eines Tages, ihn unter die Holz- schläger einzureihen, die das Schlagen des Mangroven- holzes, das im Seewasser wächst, besorgten. Ich stellte ihm vor, daß das eine schwere Arbeit sei, die er wohl kaum werde bewältigen können, er war aber wie versessen darauf, vor allem wohl des höheren Lohnes wegen. So ließ ich ihn gewähren und ihm eine Axt aushändigen. Ich sollte aber mit meiner Meinung, daß der kränkliche Mann die Arbeit