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Gekentert
Wie es kam, daß ich mir in Tanga so unverantwortlich viel Menschen in mein kleines Galawa lud, um mit ihnen nach Hause zu fahren, weiß ich heute nicht mehr. Aber sieben Mann waren wir jedenfalls, ich und sechs Neger. Ferner befanden sich in dem Galawa ein Tropenkoffer aus Blech und eine Kiste mit vier lebenden Enten. Natürlich war es unsinnig — ich weiß es —, denn drei Leute sind übergenug für so ein winziges Galawa. Aber wer hätte in seinem Leben noch nie etwas Unsinniges getan! Dabei wehte an diesem Tage eine scharfe Brise, und das Galawa lag ganz hart am Winde. Einer der Neger mußte infolgedessen immer auf dem Ausleger stehen, damit der Kahn nicht kippte. Und doch kippte er. Draußen auf der Höhe der Insel Ulenge war es, recht weit entfernt vom Lande. Kurz und gut, mit einem Male faßte uns eine seitliche Bö und ... plumps ... lagen wir alle im Wasser. Ja, da lagen wir, strampelten im Wasser herum und versuchten, auf das Galawa hinaufzuklettern. Es ging aber nicht, denn es trieb kieloben. Also hieß es schwimmen, und zwar auf die Insel Ulenge zu. Pfui Teufel! Das war unangenehm. Ulenge war weit, und Haifische gab es wohl auch in diesen Gegenden. Aber ich bin immer ein guter und ausdauernder Schwimmer- gewesen. Also entledigte ich mich im Wasser meiner Jacke und der Schuhe und schwamm los. In der Verwirrung hatte ich es mir in den Kopf gesetzt, sogar die Entenkiste mitzunehmen. Rechts und links von mir schwammen meine Leute, mit den kurzen Rudern, die sie nicht verloren gehen lassen wollten, das Wasser ab und zu schlagend, um „allzu neugierige" Haifische zu vertreiben. So schwammen wir und schwammen, Gott sei Dank mit den Wellen, eine halbe Stunde, eine ganze. Schließlich merkte ich, daß meine