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Der Jagdneidische
Es ist Wohl eigentlich nicht am Platze, in diesem Buche von der häßlichen Schwäche eines Mitmenschen zu erzählen, das Begebnis aber, von dem ich jetzt sprechen will, hat mich seiner Zeit zu sehr geärgert, und ich muß diesen Arger irgendwie loswerden. Ich war wieder einmal bei meinem Bekannten am Ruvu eingeladen und mit mir ein Herr B., ein passionierter Jäger und hervorragender Schütze. Damals war gerade große Regenzeit. Wissen Sie, was das heißt? Nun, es ist ungefähr so, als hätte der vereidigte Wettermacher Petrus acht Wochen lang große Wäsche und beschäftigte sich damit, uns armen Erdenwürmern sein Waschwasser, nicht etwa nach Gießkannenmanier, sondern kübelweise auf die Köpfe zu gießen. Und in solchem Wetter soll man jagen? Warum nicht. Auf Flußpferde zu jagen, ist gerade zu dieser Zeit besonders angebracht. Und auf Flußpferde sollte es gehen. Herr L., mein Gastgeber, hatte vor, mich auf einen starken Flußpferdbullen zu Schuß zu bringen. Herrn B. kannte er nur flüchtig und eigentlich nur durch mich. Es war ihm daher weniger darum zu tun, auch ihn etwas Besonderes schießen zu lassen. Wir marschierten also los. Es regnete ganz außerordentlich. Unsere Stiefel quatschten laut in dem zähen Brei der Ruvuniederungen, und unsere Kleider waren schon nach wenigen Minuten reif für die Wringmaschine. Endlich waren wir an Ort und Stelle angelangt und hörten schon von weitem den Bullen schnaufen und plantschen. Er fühlte sich wahrscheinlich so recht wohl bei diesem Hundewetter. Nun aber kam eine schwierige Frage. Wer sollte den Stand in der Nähe des Flußpferdes erhalten? Eigentlich sollte wohl ich der Glückliche sein, Herr L. wollte aber nicht so unhöflich sein,