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Schlangen
Gesegnet war meine Pflanzung mit Schlangen, sogar reich gesegnet. Alles war vorhanden, was sich ein Freund« der Schlangen — der ich übrigens nie war — nur wünschen konnte. Die drei Arten der Spuckschlange, die rote, die schwarze und die graue, die überaus giftige, aber träge Puffotter mit der schönen Haut, die Peitschenschlange und in einigen, wenigen Exemplaren auch die Riesenschlange. Für alle diese Schlangen und Schlänglein hatte ich nicht so sehr viel Interesse, denn sie waren mir ekelhaft, um so mehr aber meine Frau, die sofort zum Gewehr griff, wenn es hieß, da und dort sei eine große Schlange gesehen worden. So erwischte sie einmal ein mir befreundeter Herr, als sie gerade damit beschäftigt war, eine der großen und angreifs- lustigen Peitschenschlangen zu schießen. Ein anderes Mal war ich in größter Sorge um sie, weil mir die Boys gesagt hatten, meine Frau sei gegangen, eine Riesenschlange zu schießen. Schließlich war es zwar nur ein Leguan (Rieseneidechse) von der allerdings beträchtlichen Größe von 1,75 Meter gewesen, aber die Angst hatte ich doch weg. Jedenfalls hatte aber meine Frau einen grauslichen Anlauf aus Schlangen, und manche schöne Haut hat sie erbeutet. Schlangen, Schlangen, wohin sie kam. Sie glitten ihr unter der Hand weg, wenn sie ihren Antilopen Gras zutrug, sie legten sich nicht weit von ihr in der Sonne auf die Veranda, und sie sah Schlangen im Grase liegen, wenn ich nichts sah. Ja wirklich, auf meiner Pflanzung waren die Schlangen recht frech. Als ich eines Abends vom Wohnzimmer in das Schlafzimmer hinübergehen wollte, lag neben einer in der Halle brennenden Laterne eine riesige Fira (große, graue, spuckende sogenannte Hühnerschlange)