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Im Brunnen.
Wenn der Neuling zum ersten Male nach Ostafrika hinausfährt, so beginnt er wohl, im Roten Meer darüber nachzudenken, daß es gut sei, sich ein wenig in der Suahelisprache zu trainieren, deren Erlernung nun einmal eine eonäitio sins Hnn non für den ist, der einige oder viele Jahre in Ostafrika verbringen will. Der Neuling, dem die heiße Stickluft im Roten Meer nicht gerade die Lust am Lernen mehrt, langt also stöhnend seine Suaheligrammatik von Betten oder Seidel heraus und lernt und lernt, daß ihm der Kopf raucht. „Kisima — der Brunnen", „kisiwa — die Insel" sagt er Wohl zwanzig- oder dreißigmal vor sich her, damit er die beiden Worte ja nicht miteinander verwechselt. „Mein Gott, ist das Kiswaheli schwer!" stöhnt er, und damit hat er nicht ganz unrecht, denn „Kiswaheli sprechen" und „Kiswaheli richtig sprechen" ist ein verteufelter und Wohl zu beachtender Unterschied. Nun, ich hätte wohl „kisiwa" und „kisima" nie miteinander verwechselt, denn ich lebte aus einer Halbinsel am Indischen Ozean. Diese Halbinsel war aber reich an Brunnen, und ihre Umgebung war reich an vielen Inseln. Da lernte ich bald den Unterschied. Ein besonderer Fall hätte mir auch das Merken erleichtert. Denn, ivas ich eines schönen Tages „kisimani" (im Brunnen) fand und aus diesem Brunnen herausholen konnte, war so etwas Besonderes, daß ich es nicht wieder vergesse, weder das ivas ich fand, noch das Wort „kisima" — der Brunnen. Und das kam so.
Es spukte wieder einmal im Dorfe Subutuni, das an der Grenze meiner Palmenpflanzung lag. Es verschwand hier ein Schaf, dort eine Ziege und endlich sogar eine Kuh. An den beiden erstgenannten Tieren konnte sich ein Leo-
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