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Shamba, Mpori und Bahari : ostafrikanische Momentbilder / von Gerhard von Byern
Entstehung
Seite
51
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Afrikanische Nachsuche

Leider kann man in Afrika so gar nichts mit guten Schweißhunden anfangen. Sie verlieren bald die Nase und gehen in der Hitze ein. Auch halten sie das Suchen in dem heißen Busch nicht aus und sind schließlich auch durch Schlangen und Raubzeug, insbesondere aber durch Leopar­den, gefährdet. Einmal bedauerte ich es aber doch, nicht im Besitze eines guten Schweißhundes zu sein. Es war in Ki- vumiro bei den Wakamba, zu denen man übrigens lieber nicht hingehen sollte, denn die Kerle bringen einen ja nur aus Wasserböcke und Swallahantilopen zu Schuß, die sie nicht gern essen mögen. Den andern Wildarten stellen sie selbst nach und halten die Europäer fern davon. Im übrigen sind aber die Wakamba vorzügliche Jäger und Fährtenfin- dcr und lassen eines guten Hundes fast entraten, wenn sie ihn natürlich auch nicht ersetzen können.

Also, es ging wieder einmal auf Wasserböcke. Einer lag schon auf der Decke, als mich mein Führer, ein fürchter­lich nach Talg und Rinderblut stinkender Mkamba, darauf aufmerksam machte, daß etwa hundertfünfzig Meter vor uns ein starkes Rudel von etwa fünfzig Stück Wasserböcken und Swallahantilopen gemischt friedlich äsend durch die offene Grassteppe zog. Der Wind stand nicht besonders günstig, und es war nicht die geringste Deckung vorhanden, da auch das Gras nur niedrig war. Was tun also? Kurz entschlossen legte ich mich vor einer großen Steinplatte nie­der, um liegend aufgelegt zu schießen. Ich suchte mir einen besonders starken Bock aus, hielt so, daß der Schuß nach meinem Dafürhalten Hochblatt sitzen mußte und machte krumm. Das Stück brach auch sofort zusammen, während das Nudel flüchtig wurde. Plötzlich aber, als ich mit meinen