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Der Leibhaftige.
Sind Sie, meine verehrten Leser, schon einmal dem Leibhaftigen im Walde begegnet? Nein? Nun aber ich, oder wenigstens schien es mir so. Meine Büchse war wie behext, und ich oder die Büchse — wer schuld war, mögen andere wissen — fehlte auf dreißig Schritt das Phantom von der Größe eines mittleren, bayrischen Ochsen. Jedenfalls hatte ich einen guten Schreck weg. Warum ging ich aber auch an einem Freitag auf die Birsch! Ich bummelte also an jenem Freitagmorgen so recht gemütlich und langsam der Ebene Manapora zu. Busch — Lichtung, Lichtung — Busch, ein herrliches Gelände zum Birschen. Der Boden weich wie Sammet, die Tritte hörte man nicht. Über niederem Buschwerk hin lag lang und faul die große, giftgrüne Baumschlange und ließ mich einen kleinen Haken schlagen. Durch dunkles Unterholz zog langsam und leise wie ein Schatten eine Zibethkatze zu Bau, und hoch oben in den Wipfeln der uralten Steppenbäume ließen die Nashornvögel ihr dem Kindergeschrei ähnliches Geqnäke hören. Da —, auf einer ganz kleinen Lichtung, umgeben von hohem Buschwerk stand das Etwas auf dreißig Schritt vor mir. Den mächtigen Kopf mit dem gewaltigen Säbelgeweih gesenkt, äugte es mich an, ohne sich zu rühren, nur mit dem langen Wedel die sammet- schwarzen Flanken peitschend. Eine Rappcnantilope, von solcher Stärke und mit solch kapitalem Geweih, wie ich es nie wieder sah. Erst war ich wie starr und gebannt. Dann kam Leben in mich und ich riß die Büchse an die Backe. Meine Arme flogen mir dabei, als ob ich an einer Elektrisiermaschine hinge. Fieber, elendes, schimpfliches Wildfieber! Wie es kam, daß ich, der ich sonst auf Jagd so ruhig bin, diesem schwarzen Ungetüm gegenüber so aufgeregt war, daß