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Er lebt noch!
Die folgenden Erzählungen schildern kleine Erlebnisse, die ich im Jahre 1909 hatte, als mich einmal der Übermut Plagte, allen Sorgen Valet zu sagen und aus vier Wochen mit meiner Frau in die Umbasteppe zu ziehen, um dort dem edlen Waidwerk obzuliegen. Wir lebten mitten im Busch in einem Zelt, und es war ein gar gemütliches Wirtschaften. Das Mittagessen nach der Birsch, die meist erst gegen 11 oder 12 Uhr abschloß, schmeckte doch, von Franenhänden bereitet, so sehr viel besser, als wenn es ein schwarzer Koch verbrach. Zunächst hatten wir uns in der Nähe des alten Wadigodorfes Buda niedergelassen. Kampi ya ndiga nannten meine Träger das Lager, was besagen sollte, daß es ein Lager sei, in dem man Fleisch dörrt. Und wahrhaftig, an Fleisch hat es uns dort nie gemangelt. Und Fleisch war die Hauptsache für meine Leute, und zwar möglichst viel. Ob ich einem Muttertier sein Junges oder einem Jungen seine Mutter weggeschossen hätte, wäre ihnen völlig gleichgültig gewesen. Waidmännisch waren sie nicht geschult und veranlagt. Wer sollte das Wohl auch verlangen! Ich hatte die Kerle natürlich eingehend darüber belehrt, daß ich nur auf Gehörnträger Wert lege und sie es nicht nötig hätten, in ein Frendengeheul auszubrechen, wenn sie Wild sähen. Besonders was diese spontanen Freuden- äußerungen anbetrifft, so hat man es sehr oft nötig zu bremsen.
Meine Träger, von denen mich stets einige zur Jagd begleiteten, waren gemischt aus Heiden und Küstennegern, Mu- hamedanern, d. h. solchen, denen es verboten ist, Fleisch zu essen von Tieren, denen nicht noch lebend von einem Mnhame- daner der vorgeschriebene Halsschnitt gemacht wurde unter den Worten „Bismillah errahim kibaro". Mit solch einer ge-