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Max, der Nnbezwingliche
Auf meiner Pflanzung hatte ich einmal als „Wachthund" ein Hündchen namens Max, Rasse Tiergartenmischung oder Lohengrin — „Nie sollst dn mich befragen" —. Sicher war nur, daß er eiuen Kopf wie ein Nachtaffe, Zeichnung von Terrier und Teckel, Behang nnd Rute eines Spitzes besaß und als „Gerichtsmax" auch in der Stadt Tanga männig- lich bekannt war, allwo er einst eiuem Gerichtsfekretär gehört hatte. Von diesem hatte er wohl auch das Frühstücken im Klub, denn so oft ich mit ihm in Tanga war, frühstückte er dort. Ich muß noch hinzufügen daß Max auch als „Maxi" auf und in der Umgebung meiner Pflanzung bei allen Negern äußerst populär und beliebt war. Woher diese Zuneigung von feiten der Schwarzen stammte, kann ich nicht sagen, schreibe sie aber dem Umstände zu, daß die Neger in Max eine verwandte Seele witterten, da er, infolge seines Beharrungsvermögens und weil sich das für einen ordentlichen „Wachhund" so gehört, am Tage und auch in der Nacht unaufhörlich schlief. Daß er nachts im Kühlen, d. h. im Freien zu schlafen beliebte, wäre ihm fast zum Verhängnis geworden. Schon immer hatte ich ihm gesagt: „Max, komm herein, dich frißt noch einmal der Leopard." Aber, da er etwas Teckelblut in den Adern hatte, kam er nicht. Eines Nachts nun bei stürmischem Wetter wachte ich auf und hörte draußen das Einspringen des Leoparden, einen schwachen Schrei und dann war es still. Es war mir natürlich sofort klar, daß diesmal der arme Max seinen Leichtsinn mit dem Leben gebüßt haben mußte, und ich war ganz traurig, denn mir war der kleine Kerl trotz seines Negercharakters doch lieb geworden. Ich stellte am Morgen fest, daß tatsächlich deutliche Fährten des Leoparden zu