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Gründungs-Versammlung des Deutschen Ausland-Museums Stuttgart : Museum und Institut zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland ; 10. Jan. 1917
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bekannten schwäbischen Namen auch draussen im Ausland in führende Stellungen des Weltwirtschaftslebens gebracht hat.

So ist Schwaben für das Kind, zu dessen Taufe wir zusammen gekommen sind, ein guter Heimatboden. Stuttgart, in dessen Mauern seine Wiege steht, wird gerne dem wachsenden Knaben ein eigenes Heim mitschaffen helfen und gerne hoffen wir, wenn er sich voll entwickelt hat. in ihm in den wichtigsten Fragen unseres nationalen Lebens einmal einen Führer finden zu dürfen.

Stuttgarts Bürgerschaft freut sich, aber insbesondere auch gemeinsam mit den Freunden von überall her aus Deutschland, auch in Zukunft über die Entwicklung des Kindes wachen zu dürfen. Möge die Sorge um die neue Schöpfung Sie alle recht oft und noch viele, viele andere Deutsche in unsere Mauern führen, möge dieses neue Werk von Stuttgart aus für das deutsche Wesen überall in der Well Wertvolles und Neues leisten. Gerne wollen wir in unseren Mauern dieses Werk, für ganz. Deutschland, für das Deutschtum in der ganzen Welt hegen und pflegen, stolz darauf: Deutsche zu sein!

Diese Gefühle für das neue deutsche Werk und für seine Gründer aus allen Teilen des Vaterlandes fassen wir zusammen in dem Ruf:

Unsere Gaste: sie leben hoch!

Sfaatsminister Dr. jur. et med.

Freiherr v. Weizsäcker, Ministerpräsident, Stuttgart.

Ich werde nicht noch einmal über das Museum sprechen, überhaupt nicht lange reden. Ich will nur Ihre Gedanken auf das richten, was uns allen jetzt am meisten am Herzen liegt. Im Ausland steht heute auch unsere Armee, in West und Ost, über See, in Afrika. Wenn es ihr gut geht, dann ist auch das Werk, dessen Gründung wir heute voll­zogen haben, gesichert. Wir sind überzeugt, dass es unseren Soldaten sehr gut geht, und darum sehen wir mit fester Zuversicht nicht nur in die Zukunft dieses Unternehmens, sondern vor allem in die Zukunft des Schicksals der Nation. Denn dieses Schicksal hangt daran, wie es unseren Soldaten ergeht und ob sie siegen. Und sie werden siegen! So wollen wir nicht auseinandergehen, ohne mit ganzem Herzen unserer Soldaten zu gedenken und ihres obersten Führers.