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Gründungs-Versammlung des Deutschen Ausland-Museums Stuttgart : Museum und Institut zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland ; 10. Jan. 1917
Entstehung
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Grüsse unseren Truppen und ihren Führern in Ost und West, wir grüssen unsere Flotte zu Wasser und in den Lüften: sie alle kämpfen tür die Sicherheit der Heimat und für die Freiheit der Meere, auf denen, wie wir sicher hoffen, bald wieder deutsche Schiffe unter der schwarz-weiss- roten Flagge die Grüsse der Heimat hinaustragen werden zu ihren Kindern in der Ferne.

Meine Herren! Deutschlands Herrscher und Fürsten sind im grossen Weltkrieg einmütig und opferwillig für des Vaterlandes Verteidigung ein­getreten: sie haben auch für das heute begründete vaterländische Werk lebhafte Anteilnahme bezeugt, für diese ungemein wertvolle Förderung schulden wir ihnen wärmsten Dank. Vor allem Seiner Majestät dem König Wilhelm II. von Württemberg, der durch Uebernahine der Schutz­herrschaft und durch Teilnahme an der heutigen Gründungsversammlung sein landesväterliches Interesse für unsere Bestrebungen bekundet hat.

Gefragen von dem Wohlwollen der deutschen Bundesfürsten und der hohen Staatsregierung und der regen Anteilnahme aller Teile des deutschen Volkes möge das Museum und Institut zur Kunde des Aus­landdeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland im Segen wirken, wachsen, blühen und gedeihen. Unserem Vaterland aber mögen nach glorreich beendetem Krieg viele gesegnete Friedensjahre beschieden sein.

All unser Wünschen und Hoffen für Deutschlands Grösse und Glück fassen wir zusammen in dem Ruf. unser geliebtes deutsches Vater­land. Kaiser und Reich leben hoch! hoch! hoch!

Geheimer Baurat Dr. ing. Oskar v. Miller

Lebenslänglicher Reichsrat der Krone Bayerns.

Vorstand des Deutschen Museums München.

Der Gründung des Deutschen Ausland-Museums wird wohl weit über die Grenze Württembergs hinaus nicht nur im deutschen Reich sondern auch im Ausland die grösste Bedeutung beigelegt werden und selbst unsere Feinde werden von diesem neuen Kulturunternehmen, wenn auch nicht mit Bewunderung so doch mit Neid Kenntnis nehmen.

Unsere Feinde haben ja die Deutschen als die besten Soldaten der Welt, mit denen kein einzelnes Land sich messen kann, zur Genüge kennen gelernt. Sie werden aber erstaunt sein, dass die Deutsdien