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Gründungs-Versammlung des Deutschen Ausland-Museums Stuttgart : Museum und Institut zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland ; 10. Jan. 1917
Entstehung
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vergrösserte. dass daraus eines der ersten Museen für Länder- und Völkerkunde in Deutschland wurde.

Unser Museum für Länder- und Völkerkunde betrachtet als seine Hauptaufgabe die Erweiterung und wissenschaftliche Bearbeitung der ethnographischen Sammlung: der Verein hat es deshalb mit Freuden begrüsst, als der aus seiner Mitte angeregte Gedanke eines Museums und Instituts zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland, greifbare Gestalt annahm und sich dadurch die Aussicht eröffnete. diesen Teil seiner Aufgaben in grossem Maßstab verwirklicht zu sehen.

Der Ausschuss hat beschlossen, dem neuen Schwesterinstitut neben der Verwilligung eines grösseren Beitrags zu den Gründungskosten als Festgabe unsere reichhaltige Produktensammlung zu überweisen. Wir übergeben die aus kleinen Anfängen erwachsene Sammlung vertrauens­voll zu weiterem Ausbau

Die hohen Staatsregierungen, die Vertreter der Wissenschaften, des Handels und der Industrie sind, wie wir vernommen haben, ent­schlossen, dieses so wichtige vaterländische Werk vereint zu fördern, das unter dem Allerhöchsten Schutze Eurer Majestät und unter der Förderung durch den hohen Ehrenausschuss gewiss zu grosser Blüte heranwachsen wird. Da der Gründung von allen Seiten in so grossem Maße Unterstützung und Interesse entgegengebracht worden ist. darf ich wohl annehmen, dass che Versammlung der Gründung des Museums und Instituts zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland grundsätzlich zuzustimmen bereit ist. vorbehältlich der Genehmigung der nachfolgenden geschäftlichen Tagesordnung.

Seine Majestät König Wilhelm II. von Württemberg.

Es ist mir Bedürfnis, wenige Worte an Sie zu richten. Ihnen allen, die Sie als Vertreter der anderen deutschen Staatsregierungen hieher gekommen sind und die Sie auch Ihr persönliches Interesse bekundet haben, wärmsten Dank! Voll und ganz kann ich mich allen Worten und Anschauungen anschliessen, die soeben aus beredterem Munde zu uns gesprochen worden sind. Ich glaube es ist eine grosse Fat. dass wir inmitten des Weltkriegs, wo die tapferen Söhne unseres Landes ihr Blut und Leben in die Schanzen schlagen, zu diesem Werk