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Gründungs-Versammlung des Deutschen Ausland-Museums Stuttgart : Museum und Institut zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland ; 10. Jan. 1917
Entstehung
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Konsul Theodor G. Wanner

Vorsitzender der Gründungskommission

Kurz nach Eröffnung des Linden-Museums 1911 wurde innerhalb des Würllbg. Vereins für Handelsgeographie der Gedanke erwogen, durch Einrichtung einer neuen Abteilung des Museums den Interessen des Auslanddeutschtums in stärkerem Maße gerecht zu werden. Die Verhandlungen führten zu dem Plane, in Stuttgart ein neues grosses Museum und Institut zu begründen, dessen Zwecke und Ziele vorhin dargelegt worden sind

Am 1. Dezember 1915 wurde im Linden-Museum eine kleine Ausstellung zur Kunde des Auslanddeutschtums eröffnet. Sie gab nur Beispiele für Teile des künftigen Unternehmens.

Die Verhandlungen mit der Keichsregierung, gefördert durch die Königl. Württbg Regierung, führten zu einem erfreulichen Ergebnis.

Am 20. Mai 1916 wurde deshalb im Ausschuss beschlossen, eine Kommission zur Gründung eines Museums und Instituts zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland aus seiner Mitte zu wählen Diese Kommission erweiterte sich durch Zuwahl und begann alsbald ihre Arbeit. Seitdem ist es gelungen, über 590 führende deutsche Männer für die Gründung zu interessieren und als Mitglieder. Stifter und Ehrenförderer zu gewinnen.

Viele von ihnen haben uns zum heutigen Tage wiederholt durch lebhafte Zustimmung und rückhaltlose Anerkennung der von uns erstrebten Ziele eine wertvolle Unterstützung zuteil werden lassen. Sie linden in ihren Händen einige dieser Begrüssungen Aus dem Kreise dieser Mitglieder wurden einschliesslich der soeben von Seiner Excellenz dem Herrn Ehrenvorsitzenden zur Kenntnis gebrachten Stiftung bis heute insgesamt 558 061 Mark an Beiträgen eingezahlt und fest zugesagt

Anlässlich der Werbung sind uns auch von vielen Seiten für die spätere Schaustellung recht bedeutende Zuwendungen an Material zu­gekommen und fest versprochen worden, besonders von den Herren Geh Hofrat Professor Dr. Hans Meyer, Leipzig. Professor Dr. Dürk. München, und vielen anderen.

Der Verein für das Deutschtum im Ausland hat sich in höchst dankenswerter Weise bereit erklärt, in unserer Schaustellung eine Abtei­lung ..Die deutsche Schule im Auslande" und ,.Die deutsche Presse im Auslände einzurichten und dauernd auf dem neuesten Stand zu erhalten. Ausserdem wird der Verein eine Darstellung seiner eigenen Arbeiten geben.