Professor Dr. W. von Blume
Rektor der Universität Tübingen.
Im Namen der Eberhard-Karls-lIniversität zu Tübingen, der schwä- bischen Landesuniversität, begrüsse ich das Kind, das heute aus der Taute gehoben werden soll. Hilfreiche Pathen umstehen es. um ihm ein Ireundliches Wort mit auf den Lebensweg zu geben. Ich selbst dar! ausser meiner Hochschule die folgenden Universitäten und Universitätsinstitute vertreten :
die Königl. Lriedrich-Wilhelms-Universität Berlin Königl. Universität Lrankfurt a. M.
Grossh. Bad. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. Grossh. Hessische Ludwigs-Universität Giessen Grossh. Bad. Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Königl Universität Leipzig Westfälische Wilhelms-Universität Münster Kaiser-Wilhelms-Universität Strassburg i. Eis. sowie das K. Institut tür Seeverkehr und Weltwirtschaft Kiel.
Sie alle entbieten dem Museum und Institut zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland ihren wärmsten Gruss.
Ein Kulturwerk soll heute geschaffen werden Denn, deutsche Kultur im Auslande zu beobachten und zu pflegen, bekannt zu machen und zu verbreiten, ist die eine der grossen Aufgaben des zu errichtenden Museums und Instituts. Wie sollte nicht jede Universität freudig die Hand bieten, an diesem Werke mitzuhelfen!
Es wird ja doch wieder eine Zeit kommen, wo dem blutigen Ringen um den Lorbeer des Siegers der friedliche Wettstreit um die Palme der geistigen Leistungen folgen wird. Zwar ein wenig anders als früher wird er sich abspielen Internationale Kongresse wird s weniger geben, dafür um so kräftigere Sammlung aller derer, die an der Hebung der nationalen Kultur mitarbeiten wollen Wenn die Universitäten berufen sind, der deutschen Jugend den Weg zur deutschen Geisteskultur zu weisen, so werden sie das ihrige dazu tun müssen, der Jugend daheim zu zeigen, was die Deutschen im Auslände geleistet haben und der deutschen Jugend draussen zu hellen, die Verbindung mit der deutschen Heimat festzuhalten.