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Gründungs-Versammlung des Deutschen Ausland-Museums Stuttgart : Museum und Institut zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland ; 10. Jan. 1917
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deshalb aber nicht wahrer werdende Behauptung unserer Ciegncr. Deutsch­land sei langst in sich mürbe und innerlich gebrodien. Wahrend draussen im Felde an Kaum mehr übersehbaren Fronten unsere unvergleichlichen Truppen übermächtigen Gegnern stahlharte Abwehr bieten und bei ge­gebener Gelegenheit den sicheren Stoss ins Herz des Feindes zu führen wissen, ist man allenthalben in Deutschland daran, in unerschütterlichem Vertrauen aut eine verheissungsvolle Zukunft unseres Vaterlandes Zer­störtes wieder aulzubauen und neue Kulturdenkmale vorzubereiten. In dem Todesmut unserer Heere, in der entschlossenen Bereitschaft der Heimat zum Durchhalten bis zum Letzten und zur zielbewussten Weiter- vertolgung grosser Kulturaufgaben liegt die sicherste Gemeinbürgschaft (ür den endgültigen Erfolg der deutschen Sache, eine feste Gewahr, an der schliesslich der grimme Vernichtungswille der Feinde scheitern muss, und um die uns diese heimlich gewiss beneiden, wenn sie auch Tag lür Tag der Welt gegenüber mit vielem Schwulste Deutschland als erledigt und aus dem Rate der Völker ausgeschaltet hinstellen möchten.

Ein stolzes Wahrzeichen deutschen Selbstvertrauens und deutscher Lebenskraft wird in dem Stuttgarter Ausland-Museum aufgerichtet. Ich möchte ihm auf seinen Weg. der wie wir wünschen und hoffen. bald zum ersehnten Ziele führen möge, ein herzliches Glückaul mitgeben.

K. Sächsischer Vorsitzender, Staatsminister D. Dr. jur. Dr. ing. H. G. Beck

K.Sächsisches Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts, Dresden.

Im Namen der K. Sachs. Staatsregierung, die an dem heutigen Festakte der Begründung des Deutschen Ausland-Museums ebenfalls den wärmsten Anteil nimmt, spreche ich der K. Wiirlt. Staatsregierung und dem Württembergischen Verein für Handelsgeographie die herzlichsten Glück­wünsche aus. Schon als im August vorigen Jahres die ersten Anregungen an uns gelangten, schlugen unsre Sympathien diesem vaterländischen Unternehmen warm entgegen, lind bald konnten wir uns überzeugen, dass es durdi die gnädige Uebernahme der Schirmherrschaft durch Eure Majestät, durch den Eintritt mehrerer anderer Bundesfürsten und zahl­reicher Prinzen deutscher Fürstenhäuser, zu denen auch zwei Mitglieder des Sächsischen Königshauses gehören, in den Ehrenausschuss sowie