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bei der Einrichtung des Museums und der Bücherei unser wissenschaftlicher Beirat seine wertvolle Unterstützung leihen.
Ueberblicken wir alles das. so ergibt sich, dass wir eine Sammelstelle der Bestrebungen zu Gunsten des Ausland de utschtums und der deutschen Interessen im Ausland werden wollen. In dieser weiten Ausgestaltung tritt unser Plan als eine von den Bundesstaaten. deren Pürsten und Regierungen und vom ganzen deutschen Volke getragene und geförderte Einrichtung ins Leben. Nur aut solch breiter und starker Grundlage dart ein derartiges Unternehmen aut bauen.
Gegenüber dem Geschrei der Feinde: Ausrottung deutschen Einflusses, Vernichtung deutscher Arbeit, Knechtung deutschen Eleisses, gilt es heute zähesten Kampf für das deutsche Volkstum nicht nur an den Grenzen des Reiches und seiner treuen Bundesgenossen, sondern überall in der Welt, während des Krieges und nach dem Kriege. Hier wird auch unser Museum und Institut den Platz eines Vorkämpfers ausfüllen.
Dr. Theodor Lewald
Direktor im Reichsamt des Innern, Berlin.
Der Herr Reichskanzler und sein allgemeiner Stellvertreter, der Herr Staatssekretär des Innern. Dr. Helfferich. haben mich beauftragt, dem Museum zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland zu dieser Stunde, die man als seine Geburtsstunde bezeichnen kann, die aufrichtigsten Wünsdie der Reichsleitung für seine Entwickelung, sein Wachsen und künftiges Wirken auszusprechen.
Der Krieg, der so unendliches zerstört, ist nach einem tidsinnigen Wort auch der Vater aller Dinge. Vielleicht wäre ohne die Erfahrungen, die er gebracht, der Gedanke dieser neuen Schoptung nicht so rasch verwirklicht worden. Tausende und abertausende Familien deutschen Stammes, die die besten Bürger fremder Staaten geworden waren, sind vom Hass und Neid und der Rohheit unserer Feinde aus ihren Heimstätten verjagt, in lerne Einöden verschleppt: an ihre blühenden Dörfer, an die Kirchen, die sie gebaut, um in deutscher Sprache zu ihrem Gott zu beten, an die Schulen, in denen sie ihre Kinder auf deutsche Weise unterrichteten und so ihr Deutschtum bewahren wollten, ist die Brandfackel gelegt. Wie im dreissigjährigen Kriege wird von manchen