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„Eintracht", der siebenbürgische verein „Transsylvania" und die Vereinigung der Reichsdeutschen.
Am meisten von allen bot in den Jahren meines Aufenthalts in Rumänien die „Liedertafel", die ziemlich in der Mitte der Stadt ein schönes, geräumiges, eigenes heim mit großem Gesellschaftssaal besitzt. Da haben uns manchen Abend die Rlänge deutscher Meister erfreut, wissenschaftliche und Theater- vorträge aller Art vereinten alle, die an deutschem Geistesleben Interesse hatten. Im Winter l909 erlebten wir sogar eine aus eigenen Rräften gestellte Aufführung von „Figaros Hochzeit", die so gut gefiel, daß sie wiederholt werden mußte. Das war keine Rleinigkeit, wenn man bedenkt, daß fast alle Sänger und Musiker am Gage ihren Geschäften nachgingen und des Abends noch einen weiten und manchmal beschwerlichen Heimweg zurückzulegen hatten.
habe ich bis jetzt nur Günstiges berichtet, so kommt das wohl daher, daß in der Erinnerung die hellen Punkte viel lebenskräftiger sind als die Schatten, die ja nirgends fehlen können. Und gewiß gibt es im Bukarester Gesellschaftsleben der Deutschen auch weniger Schönes und Ideales. Die Erscheinung des Spießbürgers, dem sein gutes Essen und Trinken, besonders das Vier, die Hauptsache ist, der dann in einer höchst unangenehmen Weise die Überlegenheit des Deutschen über das fremde Volk zur Schau zu tragen sucht, sie ist leider auch in Bukarest nichts Unbekanntes und schadet dem Ansehen des Deutschtums ungemein, während die gediegenen Unternehmungen, vor allem aber das Schulwesen, sich von Jahr zu Jahr immer mehr Anerkennung von ernst denkenden Rumänen erwerben. Nichts kann uns mehr nützen, als wenn diese deutschen Rulturquellen vorn Reiche mit immer frischer Rraft in materieller wie ideeller Hinsicht gespeist werden.
Gabriele Vartsch, Dresden.
4. Die Schwaben in der Dobrudscha.
Gelegentlich eines Jagdausfluges, der längere Zeit währte, habe ich zum erstenmal die Schwabendörfer südlich von Ronstanza kennen gelernt. Aber schon bevor die Donaubrücke bei Lernavoda gebaut war, habe ich die Dobrudscha (bis Ronstanza) besucht. Den Norden der neuen rumänischen Provinz lernte ich von Galatz aus kennen.
Auf meinen Rreuz- und (Huerzügen durch das Land hatte ich die „Schwaben" in mein herz geschlossen. Ich sah, wie sie, fern der deutschen Rultur, Mangel litten im Verkehr mit deutschem Wesen und wie besonders ihr Schulunterricht darniederlag. Aus eigenen Mitteln, durch Zuwendungen von Freunden, endlich durch eine ansehnliche Spende der damaligen deutschen Buchhandlung L. Müller L Storck (Bukarest) machte ich mehrere große Ballen zusammen, die mit Tafeln, allerhand Schreibzeug, Lieder-, Märchen- und Gesangbüchern und Ralendern gefüllt waren. Da waren die Grimmschen und hauffschen Märchen dabei und „Tausend und eine Nacht". Aber auch rumänische Bücher hatte ich eingepackt, ja auch zwei türkische Sprachlehren. Schillers Werke, Darstellungen aus Deutschlands Geschichte waren natürlich auch nicht vergessen.
Und da ich den großen Baummangel der Dobrudscha kannte, so versuchte ich ihm — wenigstens für einige Schwabendörfer — dadurch abzuhelfen, daß ich mir aus Erfurt eine gehörige Menge Akazien-(Robinia-)Samen kommen ließ — auch Lssigbaum — und weiße Maulbeere wurde dazugepackt. Außerdem