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neigenden, sinnlichen Frauen eigen, denen der oft sprühende Übermut und die tatkräftige Schlagfertigkeit der temperamentvollen Schwäbinnen ganz mangelt.
Es wäre noch zu sagen: die schon von den alten Römern erwähnte Wanderlust der Schwaben entführt auch heute viele aus der Schwäbischen Türkei, die meisten aber, die nach dem „Goldland" Amerika ziehen, reisen im Sinne des prächtigen wanderromans von Ludwig Finckh „nach Tripstrill". Sie müssen sich selbst finden, um ihre Heimat zu finden, und kehren ja meist alle bald zurück und nicht zum Schaden ihrer Gemeinden, denn fast jede schwäbische Ortschaft hat jetzt ihr „Amerikaviertel", ganze Straßen von aus dem heimgebrachten Geld der sparsamen und verwendbaren Schwaben erbauten Häusern, und wenn sie dazu auch einige ausländische Unsitten mitbringen, so kann man noch immer sagen, der Schwabe hier ist noch der nüchternste, und seine Achtung vor den Gesetzen verschafft seinen Gemeinden noch heute den Ruf, den sie seit anderthalb Jahrhunderten haben: sie sind mustergültig!
von den Söhnen der Schwäbischen Türkei kämpfen viele in den Karpathen und im Uordwesten gegen die Russen, Schulter an Schulter mit ihren reichsdeutschen Stammesbrüdern. Mit leuchtenden Augen zogen sie aus: sie werden sich ihre schwer errungene Heimat nicht entreißen lassen!
Ella Triebnigg in „von der Heide" 1915, 3. Heft u. Vierteljahrsheft des V. D. A. 1915. Heft 23.
16. Vei unsern deutschen Vrüdern in Zlawonien.
Das ist deutsches Land! — so jubelt es in unseren Herzen, als wir diese Acker, diese Orte, diese Menschen sahen.
wir kamen zur zweiten Tagung der Rarpathendeutschen, die im August 1912 in Ruma in Syrmien (östliches Slawonien) stattfand, welch überraschendes, deutsches Leben erschloß sich uns! von ihm weiteren kreisen Kunde zu geben, ist der Zweck dieser Zeilen.
Mit der Aufzählung der einzelnen deutschen Ansiedlungen soll der Leser nicht aufgehalten werden. In Kroatien ist vor allem deutsche Bevölkerung in Agram, warasdin und Karlstadt, sowie der nächsten Umgebung dieser Orte nachweisbar. Viel bedeutender ist die deutsche Bevölkerung in Slawonien. Hier findet man fast im ganzen Lande deutsche Ansiedlungen. Nach der Statistik der Regierung gibt es gegen 160 000 Deutsche in Slawonien und Kroatien, in Wirklichkeit aber wird ihre Zahl etwa 1/4 Million betragen. Diese Zahlen werden es dem Leser klar gemacht haben, wie berechtigt unsere Freude an diesem „deutschen Lande" war.
Line bessere Gelegenheit, diese Deutschen kennen zu lernen, als die karpathentagungen, kann es kaum geben. Diese seit 1911 stattfindenden großen Versammlungen ziehen Deutsche aus allen karpathenländern zusammen. Die zugereisten Volksgenossen werden in den Häusern und Familien der Einheimischen einquartiert. So hatten wir auch in Slawonien reichlich Gelegenheit, uns über die Ansiedler und ihre Verhältnisse zu unterrichten.
vor allem fallen uns in die Augen diese markigen, echt deutschen Menschen. Treu haben sie ihre Muttersprache bewahrt, trotzdem die Regierung sie schon in der Schule zu entdeutschen sucht. Auch in der Tracht sind sie deutsch geblieben. Besonders der glockenförmige Rock der Frauen ist bezeichnend, noch