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3. Sachsenadel.
1. Rls an der Mosel grünem Strand der Ritter Burgen baute
und vor des Eisenmannes Hand dem frommen Bürger graute, da zogen viele wackern aus, ein neues Land zu finden:
,,wir wollen uns ein neues Haus, ein Haus der Freiheit gründen!
2. Uns winkt des Urwalds freier Schoß im fernen Ungarlande;
drum reißen wir uns weinend los vom heimischen verbände!
O deutsche Heimat, groß und hehr, nicht magst du uns verklagen, wir wollen deines Namens Ehr' in ferne Lande tragen!"
3. Sie zogen von der Heimat weit, wohl ohne adlig Wappen:
was soll am neuen Freiheitskleid der buntgestickte Lappen?
Doch nicht vergaßen sie das Schwert, des freien Mannes wehre:
Beschützen soll's den neuen Herd, der neuen Heimat Ehre!
4. Sie nahmen von der Mosel Strand wohl mit den Pflug, die Rebe,
daß auch das neue Heimatland
gewohnte Labung gäbe;
mit nahmen sie den Hammer auch,
das Webschiff und die Säge,
daß dort auch froh nach Bürgerbrauch
ihr Urin des Handwerks pflege.
5. So zogen sie ins Waldland ein, wo Bär und Rar noch hauste;
hei, wie da durch den Eichenhain
der Rxte Schlag erbrauste.
wie vor dem Pflug die Wildnis wich
und Fleiß sein Füllhorn streute,
ein Kranz von schmucken Dörfern sich
um stolze Städte reihte!
6. Doch sagt, wer schützt die junge Saat vor Feindesungewitter?
wer wird, o junger Bürgerstaat, nun deiner Freiheit Ritter?
Die Ritter ließest du daheim, die kampfgeübten Recken; — wer wird, wenn Feinde ringsum dräu'n, mit eh'rnem Rrm dich decken?
7. Es drohet der Rumäne dir; der wilde petschenege
belau'rt aus dunklem Waldrevier des ems'gen Bürgers Wege; und sieh, wie sich am Mittagsrand ein schwarz Gewitter türmet; — weh' dir, mein Volk, im fernen Land, wenn's über dich auch stürmet!
8. Ja, Feinde rings! — Doch unverzagt sieht man die deutschen Gäste;
die Freiheit hält bei ihnen wacht, und Mut heißt ihre Feste.
Nicht ließen sie am Rhein das Schwert, des freien Mannes wehre; treu schirmt es nun den neuen Herd, der neuen Heimat Ehre!
9. wer Rxt und Hammer schwingenkann, schwingt auch das Schwert als Rrieger der Bürger wird zum Rittersmann, zum Rittersmann der pflüger;
den Bürgersmann, den Bauersmann ehrt Rönigsdank vom Throne; stolz kündigt ihm sein Banner an: du fichtst „zum Schutz der Rrone!"
10. Da stiegen stolze Burgen auf im Tal und auf den Höhen;
die haben in der Zeiten Lauf manch harten Strauß gesehen; die hat die Freiheit aufgebaut, gern mochte sie drin weilen, und Rönigsworte rühmen laut „des Reiches feste Säulen!"